am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

novella (24)

nachdem seit ein paar tagen alles gelöscht ist, gerade eben ein bißchen mehr als eine seite geschrieben. diesen neuen anfang probiert, der mir seit tagen durch den kopf geht. ich weiß auch nicht. mir geht immer noch alles derart durcheinander. (immerhin ist da doch auch dieses ebook zu bauen.)

vielleicht hatte ich einfach nur keine lust, schon wieder bücher zu sortieren. und irgendetwas mußte sich heute abend noch bewegen. ganz einfach.

lesen und lieben

ich fürchte, ich verliebe mich gerade hemmungslos in jeanette winterson. (die offensichtlich neben ihrer „schriftstellerischen tätigkeit“, wie wikipedia das nennt, einen bioladen in london betreibt.) ein weiteres buch von ihr – Der Leuchtturmwärter – kam heute an, ich blättere es auf und da steht als kapitelüberschrift:

Eine anständige Geschichte hat Anfang, Mitte und Schluss. Mit diesem Modell habe ich jedoch meine Schwierigkeiten.

genau. so mache ich das jetzt. ;)

unruhe

in ermangelung einer irgendwie gearteten anderen ruhe sortiere ich heute abend wieder bücher. ja, das beruhigt. auch wenn es immer ein durcheinander bleiben wird.

vor vielleicht fünfunddreißig jahren, mit ungefähr zwanzig büchern im eigenen besitz, also zirka einem halben meter, und dazu vielleicht zehn oder zwölf platten (schallplatten, jawohl), sagte mein vater mir, daß das aufhören würde, irgendwann. daß anderes käme, wichtigeres, das leben, wie es wirklich ist, und man das mit dem büchern und der musik vergißt. zwangsläufig. er hat es ganz sicher anders gesagt, damals. ich erinnere mich nicht an den genauen wortlaut. ich erinnere mich an seine direktheit, seine traurigkeit, wie immer fast. nur noch mehr. und ich wußte genau, was er meinte. auch damals schon.

so gesehen bin ich heute reich. reich geblieben, denn es hat nicht aufgehört. ich lebe noch.

ebook bauen (6)

ich hänge, natürlich tue ich das. ich muß lesen und laufen dieser tage, und dabei nachdenken vor allem. außerdem zwischendurch ein bißchen geld verdienen, so ganz nebenbei. es könnte auch sein, daß es die beiden recht unbekannten texte sind, die jetzt anstehen. sachen, die ich gründlicher durchsehen muß, aber nicht allzu gründlich werden darf, um sie nicht total zu versemmeln. oder mich zu verzetteln. vielleicht hänge ich gar nicht, vielleicht drücke ich mich.

egal. es geht bald weiter, das habe ich mir versprochen.

p. s. heute morgen (in der meditation) ist mir übrigens ein titel oder untertitel eingefallen, der mir jetzt bereits wieder entfallen ist. etwas mit familie, fiktion und variation. ich weiß es einfach nicht mehr. auch an das beständige notieren muß ich mich erst wieder gewöhnen.

in der wiederentdeckung des lesealltags wiederentdecke ich das existenzielle darin. im lesen, im wort.

oh. heute bin ich acht jahre in berlin.

nicht macht mich so wütend wie staubsaugen, selbst wenn ich selber tue. selbst wenn ich mich aus einer unverkennbaren notwendigkeit, ja sogar einem grundlegenden bedürfnis heraus freiwillig dazu entschlossen habe. es macht mich dennoch wütend, dieses unfolgsame saugetier, das einfach nicht auf mich hören mag. dabei habe ich anschließend sogar noch das klo geputzt. war nur halb so schlimm, ehrlich.

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