am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

lesen und wissen

Als Kind schon war ich schwer auf drauf, dauernd auf  der Suche nach Lesestoff, koste es, was auch immer. Man mag es an  diesem frühen Bild bereits erkennen. Early Adopter, oder wie nennt man das? The Portrait of the Artist as a Young Addict? Wie auch immer, in jungen Jahren trieb mich die Not zu seltsamen Beschaffungsstrategien. Der Zufall hatte mich in einen Haushalt mit nur wenig Büchern gesperrt, mich gleichzeitig aber als eine Art Leseüberflieger gestaltet, sodass ich die zur Verfügung gestellten  Kinderbilderbücher schnell satt hatte. Möglich ist auch, dass die vielen ungelesenen Sternausgaben, die mir zum Zerfetzen in den Laufstall geworfen wurden, ihren Anteil an dieser fatalen Entwicklung hatten.

Immer wieder sehe ich mich in den folgenden Jahren die elterliche Wohnzimmereichenschrankwand nach Stoff durchforsten, noch unentdeckt und ungelesen. Meist mit wenig Erfolg. Eines der Highlights jedoch, das mir bis heute präsent ist, war ein hellblaues Babybuch, das ursprünglich wohl der Planung und Durchführung der korrekten Aufzucht meiner Person gedient haben muss. So las ich über Flaschenfütterung und Windelwäsche, Stubenwagen und Mittelohrentzündung. Lauter Dinge, denen ich erst knapp entkommen war. Sehr interessant und sicher auch hilfreich. Was ich jedoch nicht endgültig zu beurteilen in der Lage bin, da es inzwischen als sicher anzusehen ist, dass ich dieses Wissen in diesem Leben nicht mehr zur Anwendung bringen werde.

weiter im common reader

warum? darum!

mein neukölln schickt sich derzeit an, eine ganz eigene art der straßenkunst zu entwickeln. ich kenne mich da ja nicht so aus, aber es scheint vieles ineinander überzugehen, mit der zeit ergänzt und erweitert zu werden. vielleicht sollte ich dem mal nachgehen und die gleichen stelle noch einmal in ein paar tagen oder wochen dokumentieren. mal sehen.

einstweilen freue ich mich an der kreativen freude um mich herum. gibt ja auch genug verdreckte dreckecken hier.

freitagszen

engl auf zendura, 49. woche:

# selbstgespräch

ungefähr seit weihnachten habe ich derart durchgeackert, daß ich die gedichte diesmal beinah vergessen hätte. aber eigentlich ist ja auch nur ein gedicht gefragt, das hätte ich ebenfalls beinah vergessen. und beinah ist ja auch nicht wirklich vergessen. wie man sieht.

nach stunden eben spontan vom schreibtisch aufgestanden und mir dabei selbst eine laute arbeitsanweisung gegeben. die lautete: pissen! (gut, daß hier im wohnbüro sonst niemand ist. was würde wohl aus mir in einem großraumbüro?)

arbeitsberge übers wochenende beackert. nahzu exzessiv. und dann doch noch eine wichtige seite in den aktuellen literaturtext eingefügt. bin zwar unfähig, diese zu beurteilen. aber es gibt ja noch ein morgen. aller wahrscheinlichkeit nach.

jetzt: feierabend. (feiernacht wäre wohl mißverständlich. ich falle lediglich ins bett.)

was sollen wulff?

diese allgemeine gewullfe, dieses moraltriefende geschwätz der letzten nachrichtentage, in allen, wirklich sämtlichen politischen lagern. das hängt mir dermaßen zum hals raus, ich kann es gar nicht sagen. da spricht dieser mensch allen ernstes von schweren fehlern, wo er doch nur ein bißchen mit dem diekmann im rubikon geplanscht hat. so what!?

an dieser stelle möchte ich kurz und schmerzhaft auf wirklich schwere fehler hinweisen, die darüber irgendwie unterzugehen scheinen, wie mir scheint.

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