der tag dümpelt vor sich hin, zu mehr als der reparatur des am morgen ausgerissenen rucksackträgers reicht es kaum. dazu ein bißchen homepagegebastel, zwischen rast- und ratlosem gechatte. auf dauer ist das unerträglich, beinah schon lächerlich.
zur ehrenrettung dann spät, viel zu spät, doch noch in den text, die tägliche pflicht getan. vier seiten, die nicht allzu schwer waren, aber dennoch nicht gänzlich ohne widerstand. jetzt fühlt der tag sich besser an, alles in allem.
darüber hinaus ist die derzeitige testleserschaft durchaus angetan. (oder angefixt oder so ähnlich. ;-) trotz der überwiegend rasanten chronologie, die ja vorwiegend aus der unorthodoxen entstehungsgeschichte stammt. scheint dennoch nicht allzu falsch zu sein, was mich selbst immer noch am meisten überrascht.
engl
fragen
ein absagehagel heute, eine nach der anderen. inzwischen bin ich abgebrüht, ich registriere nur noch, ich sammle. manchmal, sehr selten, frage ich nach. ohne große hoffnung auf eine antwort, versteht sich.
aber warum mir umständlich mitgeteilt wird, daß meine unterlagen mit meiner erlaubnis dabehalten werden, das möchte ich dann schon gern wissen. handelt es sich um eine überaus freundliche darlegung des umstands, daß man sich nicht die mühe machen möchte, mir die sachen zurückzuschicken? andere werfen sie ja auch ohne meine erlaubnis in den müll. sollte da tatsächlich mehr hinterstecken?
andere schweigen, nachhaltig. warum mir zum beispiel wortreich versichert wird, man würde sich in jedem fall bis anfang der woche (letzte woche!) melden, sich auch vor einem ’nein‘ nicht drücken – und dann doch nichts von sich hören läßt, selbst nach zweimaliger telefonischer nachfrage? wie wäre das einzuschätzen? ist das positiv oder negativ zu werten? für mich.
ich wende mich ab, überfordert und angewidert, tue weiter meine arbeit. das zumindest birgt hoffnung.
sicher
plötzlich das deutliche gefühl, daß die straßenlage endlich wieder einmal stabil ist. und nicht mehr so butterweich, irgendwie ausgefranst, wie andauernd in letzter zeit. (luftdruck überprüft und den vorderreifen, wie immer, nachfüllen müssen. um ca. die hälfte der vorgeschriebenen einheiten!)
papa
und vom bayerischen papst hab ich gar überhaupt nix gesehen. außer hier und da ein bild in der zeitung, und das, obwohl ich doch ein bekennender tv-junkie bin. das beruhigt mich irgendwie, in jeglicher hinsicht.
nachtrag 1: inzwischen doch noch ein bißchen papst erwischt. die sprechchöre und das rhythmische klatschen, wie auf dem fußballplatz. das würde mir aber zu denken geben, so als papst, meine ich. das klingt doch schwer nach sekte.
nachtrag 2: irgendwo habe ich gehört, daß es ein bravo-papst-poster gäbe. stimmt das? oder ist es gar ein starschnitt?
nachtrag 3: stimmt!!! aber kein starschnitt, soweit ich sehe.
wip – halbzeit
ein bißchen mehr als die hälfte sogar. gestern bis nacht bis um drei noch die angesetzte szene durchgegangen, mit papier und bleistift im bett. heute dann, nach wirklich schwerer aufstehphase, das ganze eingetippt und dabei auf klang und fluß feingeschliffen.
so weit – so gut, und damit weiter im text.
wip – verkürzt
es geht auf die hälfte zu, genau genommen habe ich sie eben überschritten. ich muß die szene aber nochmal im ganzen durchgehen, besser ist besser. zu lang und zu wichtig, um das schleifen zu lassen. obwohl ich zusammengenommen bestimmt eine halbe seite gestrichen habe. vielleicht gerade deshalb.
diese überarbeitung, seite für seite, ist einerseits leicht, nahezu simpel, weil es immer einfach geradeaus weitergeht. andererseits ist es aber auch mühevoll, vielleicht aus denselben gründen. beinah albern komme ich mir vor, hier darüber zu berichten. den arbeitsfortschritt in seiten zu zählen. das ist im grunde absurd und darüber hinaus vermutlich langweilig. aber so ist es eben in diesem stadium der arbeit. wenig brennt, alles ist routine. so kommt es mir heute zumindest vor.
aber nein, das stimmt nicht. das darf nicht stimmen. wenn es nicht brennt, dann ist es kein text. auch deshalb kann die heutige szene so noch nicht bleiben. das ist das kriterium. jeder durchgang muß brennen, muß leben, zumindest einen augenblick lang.
if we only find each other
wanderlove (jaja, ich weiß. müßte man jetzt eigentlich reinhören können. aber wo?)