am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

gott und geld

die berliner finanzbehörden sollen eine katastrophe sein, das habe ich in letzter zeit des öfteren aus kompetentem mund vernommen. bereits vor drei monaten mußte ich feststellen, daß das vor ort für den publikumsverkehr zuständige personal nur wenig zuständig war. zumindest konnte man mir bei der zuweisung einer steuernummer nicht weiterhelfen. im grunde konnte man mir nicht einmal sagen, ob das überhaupt möglich sei, und wenn nicht, warum nicht. auch nach einem informativen telefonat zu der intern (vielleicht) zuständigen stelle nicht.
heute erreicht mich ein brief der ‚kirchensteuerstelle‘, die sich offensichtlich um meine religionsgemeinschaftszugehörigkeit sorgt. (also nicht etwa meine neue steuernummer enthält.) man bittet mich um aufklärung. nun ist es leider so, daß mein abschied von der christlich protestantischen front aus durchaus persönlichen gründen schon vor ungefähr zwanzig jahren stattgefunden hat. dementsprechend besitze ich darüber keinerlei unterlagen mehr, anhand alter lohnsteuerkarten ließ sich spontan lediglich das ungefähre datum herausfinden.
aber moment? steuerkarten? ist das nicht das, was dem finanzamt auch vorliegen dürfte?

randbemerkung zum thema sicherheitspolitik

weil da heute so ein kärtchen in meinem briefkasten schlummerte, das mir erklärte, daß just heute der joschka in der arena sei, und ich sowieso nichts besseres vorhatte, bin ich halt eben mal rübergeradelt. gucken, wie der joschka in flammen aufgeht.

so sah es da aus, ziemlich voll und reichlich grün.

was ich aber eigentlich bemerkenswert fand ist die tatsache, daß mir an der eingangkontrolle dieses utensil abgenommen wurde:

wohingegen in meiner hosentasche dieses gefährliche ding unbeachtet blieb:

aber ich muß sagen, daß ich als trägerin des blauen, roten… oder war es doch der grüne gürtel? naja, die paar sonnenblumen hätte ich jedenfalls locker mit der handkante niedergemacht. wenn ich denn gewollt hätte. (und dann gab es drinnen ja auch noch massenhaft prima bierflaschen.)

pro-grammatik! heute: CDU/CSU

„Die Bundesregierung hat den Stellenwert von Ehe und Familie in den letzten Jahren zunehmend relativiert. … Die Menschen wollen in glücklichen persönlichen Verhältnissen leben. Das können Ehe, Familie und andere Formen des Zusammenlebens sein, die Lebenssinn und Glück vermitteln. Weil wir Zukunft wollen, ist unser Maßstab: Vorrang für Familie und Kinder!“

quelle (Regierungsprogramm 2003 – 2009 – Deutschlands Chancen nutzen – Wachstum. Arbeit. Sicherheit.

na, da weiß ich doch bescheid!

wip – früh

der stromableser ist schuld, der stand noch vor acht vor der tür und verlangte einlaß. dann kam noch der hausmeister dazu. so begab es sich also, daß ich schon kurz nach neun am pc saß und mich tief in die, in der nacht noch bleistiftbearbeitete, szene kniete.
fertig ist sie immer noch nicht, sondern erneut ausgedruckt, um in der gesamtheit betrachtet zu werden. das hatte ich nicht gedacht, aber da war wirklich einiges schief und krumm.
außerdem sollte ich nicht mit zu hartem bleistift arbeiten, das geht einfach nicht. da kann ich am ende meine eigene schrift überhaupt nicht mehr lesen. und es hat auch nicht so den zeichencharakter, den ich so liebe. auch das trägt zum gelingen eines textes bei, ganz sicher. (ich verfasse also offensichtlich meine texte nicht wie perspektivische zeichnungen. immerhin, das ist beruhigend.)

absage

„Hallo Frau Engel… Vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit. Allerdings ist es schon vergeben, da … Tut mir leid, ansonsten hätte ich Ihn an Sie gegeben.“
es ging übrigens um deutschunterricht…

b-day im tagesspiegel

erstens: x in print. (auf papier mit bild, aber falscher url, online unverlinkt… naja.)
darüber hinaus ein bißchen unsinn über sinn und zweck. (wiederum sind die tagesspiegelblogs verlinkt. ja, so macht man das. aber ich jetzt hier mal nicht. ;-)
und nicht zuletzt: nola.com aus new orleans. auch eine art blog, weil print da gerade nicht geht.

wip – wiederum

kurz bevor es dunkel wird setze ich mich an die nächste szene. der rest des tages war anderweitiger strukturarbeit vorbehalten, dingen, die ohne pc zu regeln sind. also auf dem balkon – sonnenbrand?!? – oder im café, endlich einmal wieder. so kommen die dinge in bewegung, auch wenn zunächst nichts davon sichtbar wird. aber bald schon, ein wenig später nur. keine frage.
die szene ist lang und wichtig. über drei stunden sitze ich an vier seiten. daß es da einen riesigen ‚fehler‘ gibt, eine inhaltliche auslassung, die so auf keinen fall funktioniert, das ist mir in zwei durchgängen bislang nie aufgefallen. und auch sonst niemandem. selbst mir gerade eben erst beim zweiten lesen, eigentlich beim überarbeitungsbeginn, knietief im text. vorher nicht.
na gut, deshalb ist es ja auch nötig, wenigstens drei bearbeitungsdurchgänge zu bewältigen. dafür, daß so etwas dann doch noch auffällt. irgendwann, mit ein bißchen glück. und die geschichte verdichtet sich dadurch, das kommt noch dazu.

plötzlich sitze ich ihr gegenüber. sie auf einem stuhl, ich auf einem stuhl. sie sagt nicht viel, nur, daß sie mir nichts zu sagen hat. dann geht sie wieder.
ich bin fassungslos. sie hat sich nicht verändert, sage ich. sie hat sich in siebzehn jahren überhaupt nicht verändert.
es ist beinah soetwas wie bewunderung in mir, muß ich zugeben.

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