schulter wieder so gut wie okay, eigentlich gestern schon, den ganzen tag. heute dann auch schmerzmittelfrei, kein problem. keine ahnung, was das sein soll. sollte.
alle tage
schultern
gegen sechs aufwachen, aus einem wirklich dämlichen traum, nicht der rede wert. vor allem aber weil die rechte schulter heftig schmerzt. also doch was mit rheuma, schon wieder. also aufstehen, durch die wohnung torkeln, schmerzmittel einwerfen. dann wieder schlafen, es wenigstens versuchen. einschlafen mit schmerzen ist schwer, geht aber dann doch.
gegen neun aufwachen ohne traumhintergrund und mit weit weniger schmerzen. armstrecken geht, armheben sogar, und alles, was ich tun will, geht auch. an manchen stellen beißt es, mehr nicht. ob das durch die betäubung kommt, oder ob sich das reißen bereits wieder auf dem rückzug befindet. keine ahnung. achselzucken mit der anderen schulter. so ist das dann wohl jetzt mit mir. so soll ich leben.
so kann ich leben.
lazy sunday
oder vielmehr ein erschöpfter sonntag, an dem ich alles liegen lasse, egal wieviel auf der liste stehen mag.
mittags in der schaubühne zuviel über folter erfahren, die mechanismen erkannt, wiedererkannt auch, die versehentliche folter der kindheit, die intimität der gewalt, die ausweglosigkeit. oder doch nicht?
das abgründig menschliche darin. das macht müde.
ehrwürdige junglesbe
die haare sind ziemlich ab, das hab ich gestern schon verraten. das ist jetzt das zweite mal hintereinander, daß meine wunderbare friseurin, die wenig konversation mit mir versucht, dafür aber vorab immer kostenlose kopfmassagen anbietet, im endergebnis ein klein wenig danebenliegt. beim letzten mal war es gruselig, und gefühlt blieb es auch so, bis es nach unendlichen wochen endlich rausgewachsen war. (dabei muß ich zugeben, daß ich im vorfeld zugestimmt hatte, vermutlich ohne mir vorzustellen, was am ende dabei rauskommen würde.)
diesmal ist es kurz, viel kürzer als erwartet. gestern war ich darüber ein wenig traurig, heute habe ich mich mehr als nur abgefunden. es ist gut geschnitten wie immer, es zaubert, durch meine vielen kopfverwirbelungen, lustige gebilde auf mein ehrwürdiges haupt, besonders gleich nach dem aufstehen. damit kann ich leben, mich sogar daran freuen.
nur sehe ich jetzt noch jünger aus, als ich sowieso schon jung aussehe, fürchte ich. also wie eine vorwiegend weißhaarige junglesbe, quasi.
und dann die vergangenen drei schmerznächte. das hilft auch nicht dabei, bis ans letzte zu gehen, offen zu bleiben und freundlich mit sich, traumgelöst und stabil zu gleichen teilen. wie es zum schreiben eben sein muß, das und noch viel mehr. schmerz steht dem im weg, stemmt sich sowieso allem leben entgegen. schmerz scheint für gar nichts gut, daher ist glück auch die abwesenheit von schmerz. so heißt es. das ist alt, ich weiß. aber es ist nicht unwahr.
andererseits ist schreiben für mich der wohl vollständigste lebenszustand. darüber geht nichts, nicht einmal die begegnung mit menschen. (obwohl ich manchmal immer noch heimlich davon träume.) da ist mir schmerz relativ egal. mit der betonung auf relativ, so realitisch bin ich schon, besser ist besser. zumindest, was die realität der physischen existenz angeht.
