am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

tomaten 2013

tomatenbondage

es war zeit für tomatenbondage, längst schon. nicht daß die dinger sich noch achtlos vom balkon stürzen. die verschnürung allerdings ist ein wenig achtlos ausgeführt, das gebe ich zu. wobei es darauf ja nicht wirklich ankommt, zumindest bei tomaten nicht.

kennen lernen

oder kennenlernen, in einem wort. so ist es richtig, so liebe ich es. eines der schönsten deutschen worte überhaupt, wie ich finde und das schon seit langer zeit. so lange, daß ich es der ersten liebschaft, der nur wenig deutsch sprach, erklären musste: das kennen ist ein lernen. deshalb.

überraschend eigentlich, denn ich lerne nicht leicht kennen. oft lerne ich auch nicht kennen, weil ich den mut nicht aufbringe. zu oft tue ich alles, um das kennen, das lernen zu verhindern. auch heute noch, viel zu oft.

daß mir jetzt das kennen, lernen, wollen derart in den rachen zurückstopft wird, ein ums andere mal, in rasanter folge. warum auch immer, das muß ich nicht verstehen. nur würgen muß ich und weinen fast, eine nacht nach der anderen. auch das ist überraschend, aber es erinnert mich. daß das kennen ein lernen ist. immer. und lernen ist veränderung, ist schmerz. ja. wie könnte es anders sein.

ich sage: ja.

fleischfresser

meine maiblüte, was immer das für eine zimmerpflanze ist, jedenfalls lebt sie schon lange bei mir und will einfach nicht eingehen. ich vernachlässige sie, wo ich nur kann, habe sie vor jahren schon in eine zimmerecke hinter der balkontür verbannt. doch auf sie ist verlaß.

maiblüte 2013

jedes jahr, ohne ausnahme, steht sie punktgenau zum 30. in voller blühte. so auch jetzt, fast schon ist sie bereit, mit ihrem blöden lachsorange. sieht aus, als wolle sie mich fressen.

meinmai

so. die geburtstagswoche hat begonnen, und ich fange langsam an, mich in ein nervliches wrack zu verwandeln. dabei ist das doch alles gar nicht so schlimm. hoffentlich. nur so viel.

scharfe sache

scharfe sachen

neulich hat der postbote mal nicht nur all die schönen pakete für die nachbarn bei mir abgelegt, sondern ausnahmsweise auch etwas für mich geliefert. eigentlich wollte ich ja nur das obere, das kleine, aber einzeln war das schicke werkzeug nicht zu haben. jedenfalls nicht zum lockenden supersonderpreis. anschließend saß ich dann hier und befand insbesondere das untere gerät für höchst beängstigend. eine mordswaffe, eindeutig.

gestern habe ich ganz vorsichtig angefangen, damit zu üben. also mit dem kleinsten natürlich, dem oberen. rasiermesserscharf ist es, das habe ich zunächst einmal an papier getestet. ging. ganz einfach. anschließend dann an meiner haut, die es ohne großen aufwand und völlig schmerzlos in seine hauchfeinen schichten zu zerlegen vermag. spannend.

wie ich es auch drehe oder wende. ich sehe keine lösung.

das ich ist ein subjekt

das mit der objektivität ist so eine sache. jeden tag sehe ich mich im spiegel, ganz so, wie ich nun mal bin. denke ich. trotzdem bin ich tief innen der festen überzeugung, ich sei tatsächlich dunkelhaarig. immer noch.

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