am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

immer noch müde. außerdem kommt jetzt die migräne. keine arbeit heute. oder kaum.

schlafen. (auch so eine hoffnung.)

kochen

wieder einmal wunderbare lebensmittel durch meine zubereitungsversuche mehr oder weniger vernichtet. und dann das mit dem salz, als wäre ich verliebt. darauf ein bier.

auf dem letzten loch. (mit dem gürtel.)

unruhe

in ermangelung einer irgendwie gearteten anderen ruhe sortiere ich heute abend wieder bücher. ja, das beruhigt. auch wenn es immer ein durcheinander bleiben wird.

vor vielleicht fünfunddreißig jahren, mit ungefähr zwanzig büchern im eigenen besitz, also zirka einem halben meter, und dazu vielleicht zehn oder zwölf platten (schallplatten, jawohl), sagte mein vater mir, daß das aufhören würde, irgendwann. daß anderes käme, wichtigeres, das leben, wie es wirklich ist, und man das mit dem büchern und der musik vergißt. zwangsläufig. er hat es ganz sicher anders gesagt, damals. ich erinnere mich nicht an den genauen wortlaut. ich erinnere mich an seine direktheit, seine traurigkeit, wie immer fast. nur noch mehr. und ich wußte genau, was er meinte. auch damals schon.

so gesehen bin ich heute reich. reich geblieben, denn es hat nicht aufgehört. ich lebe noch.

in der wiederentdeckung des lesealltags wiederentdecke ich das existenzielle darin. im lesen, im wort.

nicht macht mich so wütend wie staubsaugen, selbst wenn ich selber tue. selbst wenn ich mich aus einer unverkennbaren notwendigkeit, ja sogar einem grundlegenden bedürfnis heraus freiwillig dazu entschlossen habe. es macht mich dennoch wütend, dieses unfolgsame saugetier, das einfach nicht auf mich hören mag. dabei habe ich anschließend sogar noch das klo geputzt. war nur halb so schlimm, ehrlich.

diätstatus

der schreibtischalltag ohne facebook und twitter birgt eine große erleichterung in sich, obwohl sich zunächst beinah so etwas wie eine leere eingestellt hat. das war überraschend. doch jetzt ist alles ruhig, ich vermisse nichts oder zumindest nicht viel. die vier oder fünf sehr persönlichen kontakte mit menschen, die ich eben auch persönlich kenne, die sporadischen updates aus der fernen verwandschaft, mehr nicht. ganz besonders vermisse ich die vielen politischen meinungskriege der ewig gleichen gegnerInnen NICHT.

auch sonst ändert sich viel, eigentlich alles. ich habe viel zuwenig musik im haus, seit heute greife ich auf internetradio zurück, das ich mir vor jahren schon installiert habe, gekauft sogar, aber bislang kaum je benutzt habe. ich bin entzückt. ich wünschte nur, ich hätte wenigstens einen hauch von ahnung von klassischer musik. (nicht zum ersten mal.) gut, einstweilen tut es auch ein wenig jazz. (von dem ich ebenfalls nur wenig verstehe.)

sämtliche hosen, die ich besitze, rutschen mir inzwischen respektlos vom arsch. ich sehe aus wie vor fünfzehn jahren, nur ein bißchen älter natürlich. überhaupt könnte ich abhandlungen zum thema hautalterung verfassen, veranschaulichen sogar, trotz meiner extremen bindegewebsbegünstigung. aber fremd bin ich mir so nicht.

plötzlich abstürzen. in die nacht hinein nur noch nichtig sein. es braucht nicht noch mehr beweise. einmal muß schluß sein.

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