am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

das fräulein (6)

der erste entwurf des exposés steht schon, das hätte ich nicht gedacht. damit ist die story zunächst heftig in bewegung geraten, hat sich dann aber wieder manifestiert. fester als zuvor sogar. das war zwar abzusehen, das ist schließlich immer so, wenn man einmal anfängt, die dinge aufzuschreiben. wenn auch nur grob, wie in einem exposé, das ja beileibe noch kein ausdifferenziertes personal beinhaltet.

das macht aber auch die angst vor dem anfang aus. daß die dinge derart zu rotieren beginnen, bevor sie sich eventuell niederlassen. letztendlich weiß man ja nie.

ansonsten habe ich viel gerechnet. da sich die story über drei, bzw. vier generationen zieht, gab es eine menge konstellationen zu prüfen und anzupassen. wer ist wann wie alt? wo kann ich die einschneienden daten setzen? das ist wichtig. (note to self: auch historisches prüfen. logisch.)

wer würde meinen, so auf anhieb, daß zum handwerkzeug des schreibens auch ein taschenrechner gehört. ist im grunde wichtiger noch als die stoppuhr. oder?

das fräulein (5)

nachtarbeit. wachliegen und denken. oder dämmern. so ähnlich jedenfalls. das gehört dazu. es empfiehlt sich, trotz müdigkeit, auf jeden fall notizen zu machen. auch im dunkeln. das ist besser als am nächsten morgen gar nichts in derm hand zu haben. das hirn ist so erfinderisch wie trügerisch in der nacht.

was geblieben ist: eine gute idee für die kernststory. eine grundlegende verschiebung zwar, macht aber das ganze sicherlich plausibler. und absurder. (vielleicht wird das so ja endlich mal was mit ein bißchen komik oder wenigstens groteske in meinem texten.) außerdem eine frische namensgebung, die aber mit vorsicht zu genießen ist. (note to self.) und ein ansatz für den beginn des „historischen“ teils.

ich bin zufrieden. (für die notwendigen notizen ist jetzt ein heft bereitgelegt und gehört ab sofort nicht nur ans bett sondern in jede tasche, jeden rucksack.)

das fräulein (4)

seit ende november ist sie eingeschlafen, verhungert, fast verreckt, die arbeit an dem fräuleinprojekt. obwohl schreiben doch so leicht sein kann, so wunderbar, wenn ich mich einfach nur aufraffe. die notizen sind fast vollständig, im groben zumindest. der anfang bereits ziemlich verdichtet, da sollten keine fallstricke lauern. alles weitere ergibt sich, üblicherweise. das kenne ich doch.

zeit also, mir endlich zeit zu nehmen, jetzt, in dieser woche, wo tatsächlich gerade einmal ein wenig zeit ist. und darüber hinaus, mir eine innere wie auch äußere innere ordnung zu schaffen. so, wie ich es neulich bereits angedeutet hatte. einen plan machen und abarbeiten, bis zum nächsten montag. dann gibt es wieder routinearbeit, aber nicht noch nicht allzuviel. es besteht also hoffnung.

der heutige ordnungspunkt bestand darin, mir einen überblick zu verschaffen und daraus eine logische folge zu basteln. ist erledigt, also:

  • morgen, dienstag: vor und nach dem fixen termin, notizen sortieren, figuren konkretisieren; dabei erste szenen andenken und exposénotizen machen
  • mittwoch: wie dienstag
  • donnerstag: 3 szenen ausarbeiten, exposé schreiben (1. entwurf)
  • freitag, samstag, sonntag: 3 szenen schreiben (20 – 30 seiten), exposé fertigstellen
  • montag: 20 – 30 seiten text überarbeiten

dazwischen noch ein bißchen hausarbeit wäre auch nicht schlecht, hier siehts verdammt übel aus. besonders die küche und der schreibtisch. aber, ob das sinnvoll ist? ob ich überhaupt dazu komme? muß ja auch nicht sein. obwohl, da sind überall in der wohnung diese kleinen steinchen von der straße. weil doch neulich eine ganze weile schnee gelegen hat.

gestern morgen übrigens etwas geträumt, das sich ohne weiteres als stoff zu einen roman ausweiten lassen würde. was heißt ausweiten? vermutlich einfach nur vertiefen, so dicht war es. ein kammerspiel und ein thriller zugleich. auch das noch.

das fräulein (3)

etwas abseitig der eindeutig zelebrierten novemberdepression, das gehört einfach dazu, schieben sich hier und da immer wieder ein paar personen und szenen durch. an dem historischen drittel, der eigentlichen fräuleingeschichte, fehlt es noch am meisten. logisch, da braucht es trotz allem noch reichlich recherche. diese entscheidungen fallen nicht leichtfertig zwischen wach und schlaf, wie so viele andere. da kenn ich mich halt nicht aus.

einstweilen schau ich etwas über das weanerlied auf 3sat. und lerne, daß schmäh vielleicht auch soetwas wie eine lüge ist. eine alltaglüge, lebensüge, lebenshaltung. oder auch nicht.

daneben schichtet sich anderes material zurecht. figuren sortieren sich den unterschiedlichen ideen zu, da steht ja noch eine art trilogie im hintergrund. ganz vergessen ist die nicht. so soll es wohl sein, vielleicht.

das fräulein (2)

mache notizen zu personal, struktur und stil der einzelnen teile. drei wird es geben, die zu unterschiedlichen zeiten in wien spielen. heute, gestern, vorgestern. außerdem lauter familiengeschichten, im weitesten sinne.

das fräulein (1)

wie schon gesagt, die wienrecherche hat ausgedient. das heißt, sie ist übergegangen, nahezu nahtlos, in ein darum herum erweitertes projekt. wenn auch nach einer großen pause, über ein jahr.

derzeit sieht es plötzlich wieder richtig gut aus. alles wird lebendig in mir, nicht nur die struktur, auch die menschen. sie fangen an, gesichter zu tragen, haare und worte, und sich mit- oder gegeneinander zu arrangieren.

und einen arbeitstitel gibt es auch schon.

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