nein, ich habe nichts gegen unterhaltung. ganz im gegenteil. (inspiriert von arte.) ich habe allerdings etwas gegen dumme texte, das stmmt. aber das hat ja damit nichts zu tun.
unter tage
zen
trauer geht eigenartige wege mitunter. nicht jedem lehrer, der einem den weg gewiesen hat, weit über den nächsten schein, die nächste prüfung hinaus, kann man vermitteln, was das einem bedeutet hat. so gern man auch wollte, manchmal ist es einfach nicht an der zeit. und manchmal ist keine zeit mehr.
ich solle vor allem wieder lyrik schreiben, lautete der letzte rat einer meiner besten lehrerinnen an mich. das war vor jahren, an einer haustür im verhaßten düsseldorf, wenn ich mich recht erinnere. dabei ist lyrik etwas, das ich lange hinter mir gelassen habe. so glaubte ich damals, und im grunde glaube ich das heute immer noch.
dennoch versuche ich mich – manchmal – an diesen rat zu halten. vor einiger zeit habe ich sogar extra ein kleines, geheimes blog eingerichtet. mal sehen, was daraus wird. und ob etwas daraus wird.
das fräulein (12)
chaos! hier und da schiebt sich eine idee ins flickwerk. ein name, ein zusammenhang, der sich vielleicht halten lassen wird. die drei stränge müssen ja zusammenpassen, letztendlich, durch die zeiten hindurch. gleichzeitig bemühe ich mich, den ersten teil, der ja eigentlich der mittelteil ist, voranzutreiben. das ist müßig derzeit, es will irgendwie nicht. und das liegt nicht nur am störenden alltag.
doch im halbschlaf manchmal, zwischen den welten, beginne ich, meine figuren zu lieben. so sehr, wie noch keine zuvor. alle.
schreibarbeitsplanung
soll ich den großen oder den kleinen rahmen angehen? die nächste woche planen, immer wieder, eine nach der anderen? oder besser das ganze projekt, alle drei teile sauber durchgeplant, bis hin zum abschluß? vielleicht im herbst oder so? wäre das zu schaffen?
ich hab keine ahnung. am besten in der nächsten woche das nächste kapitel schreiben. das wäre zumindest ein ansatz.
wienrecherche (8)
da war ich wohl etwas voreilig im november letzten jahres, als ich glasklar behauptete, die wienrecherche hätte ausgedient. das gegenteil ist der fall, seit gestern suche ich nach material. überall. und bin überrascht, was ich alles in dem heimischen bücherreihen schon finde. das meiste gerade einmal angelesen. als hätte es nur auf den richtigen zeitpunkt gewartet. jetzt. hilde spiel vor allem. andre heller. theoretisches über die wiener moderne. kaffeehausgeschichten. alles da.
das fräulein (11)
11 seiten, gut überarbeitet. kein feinschliff natürlich, dafür ist es viel zu früh. dafür gibt es auch noch zuwenig text. die richtung steht zwar jetzt fest, aber man weiß ja nie, was noch alles auf dem weg liegt. morgen kann ich also in aller ruhe noch einmal kurz drübersehen, auch über das exposé, und vielleicht noch ein paar anmerkungen zu umfang, stil und absicht machen. vielleicht. vielleicht auch nicht.
dann geht es wieder in den normalen arbeitsalltag. daneben stehen lediglich überlegungen zu den nächsten details an. lesen über wien und nachdenken über die figuren. (was alles wieder umwerfen kann, so ist das. jaja.) bis zum nächsten wochenende etwa, denke ich.
das ist übrigens das schöne am schreiben. daß man tief einsteigen kann in themen, die man ohnhin liebt. und das auf eine art und weise, die man sich sonst eher nicht erlauben würde. das ist wie träumen, wie ein kind.
das fräulein (10)
gestern nacht lange wach gelegen. aber wenig nachgedacht oder geplant, eher geglotzt, später dann gestarrt. und gegähnt ohne ende. deshalb heute recht spät an den schreibtisch gekommen, erst so gegen mittag. trotzdem einigermaßen zufrieden. für morgen liegen da 10 seiten, mehr werden es nicht werden. 20 – 30, das war definitiv utpisch. schlicht und einfach zu hoch gegriffen. diese 10 seiten gilt es im ganzen zu überarbeiten, morgen, damit sie als solide erstfassung durchgehen.
die mutter ist übrigens umbenannt. er neue name ist besser, gängiger, macht mir aber auch ein wenig angst, weil er nah an einer realen person liegt. keiner mutter, aber dennoch. (wie ich die personen finden, die realen und die fiktiven, immer wieder. das ist irre, igendwie.) vielleicht gilt der jetztige name also nur fürs arbeiten und wird später dann wieder geändert.
alles in allem: zufrieden.
das fräulein (9)
fünf seiten, grob. morgen wird sich herausstellen, was davon zu gebrauchen sein wird. ganz falsch erschien es mir aber nicht. nur die figuren sind noch zu ungenau, haben sich noch nicht recht eingependelt. dazu ist es aber auch zu früh.
ich denke nach über das verhältnis der geschwister zueinander. gut ist, daß der junge schon seinen namen hat. auch wenn der derselbe ist, den auch der vater trägt. es sollte trotzdem funktionieren. das mädchen dagegen, obwohl ich den namen natürlich weiß, wurde bislang nicht benannt. aus rein taktischen gründen, damit später der zusammenhang nicht so schnell klar wird. aber es paßt auch, daß sie zunächst nur das mädchen, die tochter, die schwester ist.
der name der mutter dagegen? ich weiß nicht recht. muß ich morgen nochmal prüfen, gleich als erstes.