am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

das fräulein (1)

wie schon gesagt, die wienrecherche hat ausgedient. das heißt, sie ist übergegangen, nahezu nahtlos, in ein darum herum erweitertes projekt. wenn auch nach einer großen pause, über ein jahr.

derzeit sieht es plötzlich wieder richtig gut aus. alles wird lebendig in mir, nicht nur die struktur, auch die menschen. sie fangen an, gesichter zu tragen, haare und worte, und sich mit- oder gegeneinander zu arrangieren.

und einen arbeitstitel gibt es auch schon.

wienrecherche (7)

lang ist es her, über ein jahr. da ist die wienrecherche eingeschlafen, klammheimlich, ohne mich um erlaubnis zu fragen. nein, wirklich eingestellt habe ich das projekt seinerzeit nicht, nicht bewußt zumindest. dennoch lag sie plötzlich auf eis, mitten im sommer. besser gesagt auf einem tisch im wohnbüro, gleich neben dem schlafsofa. also weit weg vom schreibtisch, wo alles nach und nach verstaubt ist. bis ich die sachen vor ein paar wochen in einen ordner geräumt habe. aus dem weg, konsequent. manchmal soll man ja den dingen seinen lauf lassen, diesen unfertigen schreibdingen auf jeden fall. so etwas darf man nicht zwingen.

doch so schnell, wie sich alles – die grundidee, erste strukturen, vorläufiges personal – zurückziehen kann, so fix präsentiert es sich manchmal auch wieder in neuer pracht. auf einer anderen grundlage, mit ganz frischen figuren und in völlig anderen zeitebenen.

aber nicht nur. wien bleibt. und die erste idee der geschichte, die für sich selbst aber nicht tragfähig werden wollte. nicht für mich, denn auf einen historischen roman hatte und habe ich keine lust. so mußte also alles anders werden, damit es doch noch voran gehen kann. und das tut es jetzt, da bin ich sicher.

aber so oder so, ich werde berichten, wenn auch vermutlich unter einem anderen titel. ja, die wienrecherche hat ausgedient.

gewissen

wenn schon banken anderen banken keinen kredit mehr gewähren, dann kann man ja ebensogut einfach lyrik verfassen. ohne schlechtes gewissen.

dieses nicht-schreiben, immer nur erledigen und gerade so eben dran bleiben, an was auch immer. das macht mich rasend mitunter. auf die art erschöpft sich das falsche leben im falschen, immerzu. so geht das nicht weiter.

totes land (44)

das thema arbeitet im hintergrund weiter. genaugenommen bewegt sich viel derzeit. für genaueres finde ich aber kaum zeit, das fühlt sich mies an. könnte aber ebenso gut sein. ich weiß nicht.

erste person ist vom tisch, zur zeit zumindest. dafür kommt wieder der gedanke einer trilogie auf. und macht mich ratlos. einstweilen.

totes land (43)

story verschiebt sich mächtig, nimmt eine ganz neue richtung. unendlich entfernt bin ich inzwischen von der ursprünglichen idee. ganz und gar woanders sogar. damit muß ich wohl leben.

außerdem immer noch überlegungen zur ersten person. ein ich erfinden? ich weiß noch nicht, vielleicht.

schreiben. ist eine art, die welt zu reduzieren. sie zusammenzufassen, zu ordnen. denke ich immer. und so handhabe ich das dann wohl auch. möglicherweise ist das ein fehler.

schreiben ist rücksichtslos, man denkt nicht an andere. sagt grad wer im fernsehen. wer ist denn das? Siri Hustvedt

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner