am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

wip – wieder weiter

hilft ja nix, schmerz und übelkeit schon gar nicht. das ist eben so, das ist ja nicht neu. und es steht der arbeit auch nicht im weg, wenn es ihr nicht ohnehin eigentlich zugrunde liegt. nur das leise pfeifen im sowieso bereits hörsturzerprobten ohr ist neu im chor der hausgemachten streßkomponenten und möglicherweise ein nicht zu verachtender faktor. aber will ich das wissen, jetzt? will ich das hören?
nach 10 tagen pause leicht in den text zurückgefunden. die anstehenden szenen waren nicht allzu schwer, bis auf den katzentod gleich zu beginn, nur ganz einfache momentaufnahmen. vor dem ersten dicken batzen habe ich gescheut, aber es ist auch gut, für heute. muß ja nicht alles auf einmal. mal abgesehen, daß das beim bücherschreiben ohnehin nicht geht.

wip – nachts

manchmal läßt es eine ja nicht los. ich gehe ins bett, lese schnell noch die zeitung weg. an sich schon ein eigenartiges gebahren, ich weiß, aber manchmal ist es eben so. dann zappe ich im nachtprogramm herum, rastlos und unzufrieden. müde bin ich schon, aber an schlaf ist nicht zu denken. schließlich nehme ich mir doch noch die eine seite vor, die von der szene, die mich dieser tage einfach nicht losläßt, übriggeblieben ist. letzte überarbeitung, denke ich, und dann endlich weiter. das kann doch nicht sein. oder?
doch, kann. muß nur noch eingetippt werden.
mehr wird heute aber wohl nicht passieren, zuviel programm. und dann kommt gleich noch lieber besuch, der hoffentlich nicht so schnell wieder geht.

artwork

nachts, das geräusch von bleistift auf papier. die graphitspur, das ist wie zeichnen. naja, fast.

wip – regungslos

wenig, sehr wenig heute. noch ein bißchen an der szene von gestern gebastelt, dann 30 seiten zurück zu einer szene, die mich nicht in ruhe läßt. keine drei seitenlang, aber was soll ich sagen? klappt einfach nicht. also gehe ich immer und immer wieder da durch. dann lasse ich wieder zwei, drei tage verstreichen, arbeite mich weiter vor. nur um schließlich wieder dorthin zurückzublättern, um noch einmal von vorne anzufangen. und alles das für eine szene, die mit absoluter sicherheit beanstandet werden wird. da gehe ich vorsichtshalber schon mal von aus. zu lang, zu verdreht, nichtssagend womöglich. was auch immer. aber ich will es so. und nicht nur das. es muß so. sonst würde ich es ja nicht machen.

wip – zäh

unangenehm zähes arbeiten heute, obwohl die anstehende szene zunächst so leicht und klar daherkam. und dann war es doch wesentlich schwerer als angenommen.
zudem stecke ich jetzt so tief drin, daß mir kleinigkeiten auf- und einfallen, immer wieder, die schnell geändert oder ergänzt werden wollen. manchmal nur ein winziger gedanke, ein halbsatz vielleicht, der aber dennoch wichtig ist. so ist das eben, beim schreiben.
(außerdem ist mir kalt, aber das nur am rande.)

wip – peinlich

das war nicht nett. heute eine szene durchgesehen, von der ich glaubte, daß sie im grunde auf recht soliden füßen stehen sollte, da ich sie als eigenständiges element schon zu einer ausschreibung eingereicht hatte. was ich feststellen mußte ist, daß es nur so wimmelte von verdrehten oder fehlenden wörtern, sinnenstellenden tippfehlern und anderen häßlichen sachen. übel, die vorstellung, daß ich so etwas aus der hand gegeben habe. kein wunder, daß es keine weitere beachtung gefunden hat.
aber nun steht es, und so schwer war es nicht. außerdem drei weitere szenen. es geht gut voran. besser, als ich gehofft hatte. aber ich will nichts beschwören.

wip – wenig

zuviel anderes war zu tun, heute. nur die nächste szene habe ich noch grob durchsehen können, gerade eben. sieht ganz gut aus. das wird ein leichtes, morgen, gleich nach dem unterricht.

wip – schreibrausch

weiter, immer weiter, eines nach dem anderen, obwohl ich heute morgen verschlafen habe. das ist kein gutes zeichen. gestern habe ich vergessen, den wecker einzuschalten. die stimmung ist auch nicht gut. es gibt keinen grund, es ist einfach so. biorhythmik oder hormonspiegelschwankungen, nicht besonderes also. auch so muß man schließlich arbeiten können. wäre doch gelacht.
der text fließt gleichmäßig vor sich hin, hier und da unterbrochen von einem kurzen rausch. so ist es ja schon seit tagen, wenn nicht wochen. der rückgriff auf die so schwierige szene von samstag oder sonntag, die dadurch unplanmäßig eingeschobene erneute überarbeitung, bis gerade eben, hat mal wieder einen solchen rausch heraufbeschworen. alles ist gut, wenn das geht.
ansonsten. weiter, immer weiter, was sonst.
zwei recht einfache szenen stehen an. aber das sage ich jetzt. wer weiß, wie es wirklich wird.

wip – weiter

heute fast den ganzen tag eine einzige szene beackert. 11 seiten immerhin, also eigentlich das, was man klassischerweise ein kapitel nennen könnte. weitere daten und fakten erspare ich mir und meinen gästen. was bedeutet es schon, wieviel zeit in arbeit vergeht. nur eines noch: so gut wie 1/3 des textes sind fertig. bleiben also weitere 2/3. das ist nicht mehr so viel. zumal die hauptarbeit am anfang lag, der nicht nur überarbeitet, sondern vor allem auch ergänzt werden mußte.
eigentlich ist es überraschend, wie es funktioniert, trotz des emotionalen durcheinanders der letzten wochen. trotz diverser heimwerkereinsätze in friedrichshain auch. und trotz einiger verquatschter abende, hier und da. auch mal was feines. (von icq ganz zu schweigen. aber diesbezüglich war ich heute mal eisern, kaum mehr als mal eine minute online. ja!)
gut so. ich zumindest bin zufrieden.

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