am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

pack

immer dasselbe. ich versuche ein wenig ordung und struktur in die zusammenstellung von sachen zu bringen, die ich in den koffer packen sollte. weniger ist mehr, besonders diesmal, wo ich einige stationen zusätzlich zu bewältigen habe.

schlechte reisende, die ich bin. aber wien! nach klagenfurt geht es nach wien! das ist es doch wert.

und dann fange ich auf einmal an zu sortieren und aufzuräumen und auszumisten. hier in meiner wohnung, nicht in meinem koffer. weil das kleine desaster ja doch immer nur das abbild des großen desasters ist.

lindenblues

alles voller linden in berlin, ich reagiere darauf. eindeutig. ich atme schlecht, nachts werde ich wach von meinem röcheln. am morgen sind alle höhlen meines schädels voll, verlebt mit irgendwas. irgendein hno meinte ja vor nicht allzulanger zeit, es wären pilzsporen, die mir so zusetzten. also schimmel, denke ich mal.

aber ich weiß nicht recht. schimmel verbinde ich mit feuchtigkeit, nicht mit trockenheit und hitze. andererseits: die sich zersetzenden blätter, die staubige erde, der wind, der das alles aufbläht? sollte ich etwa sämtliche pflanzen aus meinem radius entfernen? vorsichtshalber. ich weiß es nicht. keine tomaten?

ach, vielleicht überlebe ich ja auch mit verklebten schädelhöhlen und atemlast. darüber hinaus bin ich ja sehr bei mir, derzeit.

hinter den tomaten, ich

eine schöne kühle nacht ist das. in diesem sommer lerne ich das draußen sitzen und draußen arbeiten. das draußen schreiben auch, das vor allem. das ist ein gewinn.

ich kann nicht sagen, warum ich das bislang so selten getan habe. aber es ist jetzt wieder ein frei beweglicher rechner mit solider akkukapazität und ausreichend schnelligkeit bei mir eingezogen. manchmal machen dinge ja den weg frei.

den weg frei machen sollte dieses ding zwar anderswo, deshalb hat es an die drei jahre bei der exfrau gewohnt und gelebt. hat aber dort nicht funktioniert, nicht so schnell zumindest. und mehr zeit war dann ja nicht, keine weite, keine geduld.

und kein vertrauen.

so kommt es, dass ich jetzt geschützt hinter den tomaten sitze. nun auch selbst ohne weite, ohne geduld und ohne vertrauen. nur mit einem alten rechner.

gute nacht.

erfolgsbilanz heute

schon wieder den halben tag verdaddelt. mit: ausschlafen, reiseorga, einkaufen, netsurfing (inklusive facebookchat zum thema beziehungen und deren verwirrkmächtige enden), noch mehr netsurfen, tomatenpflege und so weiter.

ich genieße das, auch wenn es unmittelbar und kontraproduktiv meine finanzen beeinträchtigen wird. das steht außer zweifel, das lässt sich ganz einfach berechnen.

nun gut, was die geldeinbringende arbeit angeht, so hoffe ich auf heute abend, bis in die nacht, und auf morgen. und auf die unterstützng durch ein wenig disziplin. vielleicht.

die tomatenpflege hingegen war überaus befriedigend, wenn nicht glückbringend. sie machen sich großartig in diesem jahr, was womöglich am wetter liegt. der wenig sonnige und auch nicht so heiße mai hat die pflanzen weder in die höhe schießen lassen, noch die ersten blüten und früchte vor der zeit produziert. jetzt sind die dinger also stämmig und stark und reichen bis fast schon an die letzte stufe ihres klettergerüsts, das in jedem jahr gleich ist.

keine ahnung also, wo das hinführen soll. es ist noch zirka siebzig zentimeter platz bis zur balkondecke, und es ist doch erst mitte juni oder so. dabei ist bislang noch keine einzige frucht errötet, was allerdings morgen schon anders aussehen kann. ich hoffe doch sehr, dann kann ich selbst die allererste verspeisen. und nicht meine diversen gießgäste.

wie auch immer, das hätte ich nicht gedacht. die letzten drei jahre waren in bezug auf tomaten ja eher ein bisschen mau. und in diesem jahr sah es zunächst auch nicht wirklich so gut aus.

let’s call it SUCCESS!

keine klagen (67)

gestern dann doch noch schnell in panik geraten und zwei züge und einen flug gebucht. bleibt noch die fahrt von klagenfurt nach wien am sonntag, da weiß ich noch nicht. aber zeit wars, allerhöchste, schließlich geht es am kommenden dienstag schon los. sonst habe ich die ganze planung immer schon spätestens im januar im sack gehabt. puh! immerhin, hotel und fahrrad sind schon länger sicher. aber nach dem hotel sollte ich vielleicht mal sehen. oder? wär ja blöd, wenn die zwischenzeitlich abgesagt hätten. oder abgebrannt wären.

der eine flug, jaja, ich weiß! aber sonst waren es immer vier flüge, und mehr geld habe ich einfach nicht. der nachtzug wien – berlin hätte meine gesamtfahrkosten gegenüber den vier billigfliegern quasi verdoppelt. das ist sowas von unglaublich.

und ich bin eine so schlechte reisende.

bonding (63)


ein tag in literatur. erst sprechen darüber, dann schreiben, schreiben, schreiben. nicht viel erledigt dabei, knapp zwei seiten mehr, mehr nicht. dann war es plötzlich abend, dunkel draßen, nacht.

dem letzten kapitel musste der letzte schliff verpasst werden, dann doch noch. ein paar schrauben festgezogen und ein paar pinselstriche gesetzt. jetzt erst sitzt es.

dazu musste ich zwei folgen six feet under sehen, hab ich ja alles hier. ganz altmodisch, alle staffeln auf dvd. (also zum ersten mal im original, wo sich mal die gelegenheit ergab. ein hinreißendes hoch auf frances conroy an dieser stelle, die gleich in der pilotfolge ihre figur von grund auf aufreißt. und damit auf einen boden stellt, der sie bis in die letzte staffel trägt.) um dann drei bis fünf sätze dazu schreiben zu können. vielleicht auch sieben, und ein bißchen dialog. (und die restliche zigtaused folgen werde ich nun wohl auch noch sehen müssen, soviel steht fest. alle im original. um bei der letzten wieder endlos heulen zu müssen, ohne jeden zweifel.)

es geht weiter, immer weiter. draußen singt jemand, es ist nicht der regen. es ist eine frau. und sie hört auf in dem moment, in dem ich hier darüber schreibe. ist das ein zufall?

sind worte nur zufall? oder ist es leben, was ich hier tue.

das wahre leben

so viel im kopf. so wenig zeit. wenn alles erledigt ist, dann geht es los, das wirkliche leben. das schaffen.

im alltag sieht das so aus: keine zeit zum schreiben gehabt, nur ein paar ideen. und zweifel über zweifel, die sich aber beheben lassen. alle. durch schreiben.

irgendwann, anderntags.

bloggen im bett. hatte ich fast vergessen, dass das ja geht. dafür steht das feine kleine x61 jetzt fast immer griffbereit rechts neben mir. das netzteil auch, ohne das kann es, will es nicht mehr so recht. beides also auf der neuen ablagebrettererweiterung, ursprünglich für kaffee im bett gedacht. zu zweit, alleine mache ich das nicht. aber so geht es eben auch.

was soll ich sagen? ich bin nicht müde. ich habe alles erledigt, endlich auch die vorsteuer. durch das restgeld gerechnet habe ich anschließend nicht, besser ist besser. ich fliege blind, bis wenigstens nach klagenfurt und wien.

morgens verschlafe immer häufiger, was nicht am späten bloggen liegt. so gut wie schmerzfrei ist schlafen gerade kein problem mehr. ich genieße das. wer weiß, wie lange das geht. dabei bin ich weitgehend traumlos.

zum schreiben ist auch keine zeit. ich vermisse das. sehr.

heute weniger organisiert. macht aber nichts, nach acht stunden arbeit mit latenten hinterkopfschmerzen. nein, wirklich nicht.

zurück zu hause war alles müdigkeit und schmerz. und ein ziemlich zielloses rumgewusel, bei dem am ende doch irgendwie doch ein bisschen was rumgekommen ist. unwichtiges zeug, glaube ich. dann auf einmal: schluss mit lustig. sudden death!

die eine email hätte ich allerdings durchaus auch noch schreiben können, vielleicht sogar sollen. morgen fällt mir wieder nichts ein.

ebenso die passagen im roman, die heute im büro auf mich zukamen. noch nichts ausformuliertes, nur grundstoff, emotional angereichert. also umso schwerer zu fassen, zu halten. doch das ist erledigt. so wie es ist, als grundstoff. unausgereift.

immerhin.

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