am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

going (10)

spät angefangen, sehr spät. mutlos gewesen, gezweifelt an der tiefe, an der weite des stoffs. mein kleines ich, was kann es schon tun? dann strecke gemacht, den erzählpfad mit groben brettern ausgelegt, dialogfetzen und raumbeschreibungen notiert. etwas mehr als eine seite voller seile und ösen zum daran entlanghangeln. das war viel leichter als gedacht, das ist es immer in letzter zeit. das überrascht mich. noch bin ich unsicher, ob ich darauf vertrauen darf.

in diesem vorsichtigen voranschreiten eine idee gehabt, wuchtig und zündend. wenn es so ist, bin ich überwältigt, jedesmal. wenn aus dem nichts sich etwas findet. schnell notiert in dem neuen, leuchtendhellgrünen notizbuch, extra für die schreibarbeit angeschafft. ebenfalls heute. das alte, in dem ich über die letzten jahre alle versuche zu notieren, zu begleiten versucht und doch nur das immer wieder neuerliche scheitern dokumentiert habe, hat ausgedient und ist unvollendet in den müll gewandert.

es muß nicht alles vollendet sein, im gegenteil. es kann nicht einmal auch nur irgendetwas jemals vollendet werden.

13

freitag ist es, ein sturer vollmond obendrein und die dreizehn schlägt es, unverkennbar. hormonelle spielereien geben das letzte, vielleicht, weiß frau ja nie in meinem alter. den ganzen tag war mein hirn träge und schwammig, wie es sich unter dieser kombination gehört.

zu tun gab es zunächst nur das, was auf den fleißlisten steht. emails schreiben, backups und updates fahren, einkaufen gehen, die hälfte vergessen dabei, den langjährigen einkaufsrucksack kaputt machen und dann auch nochklatschnaß werden vom regen. anschließend blieb nur bügeln zur beschwichtigung.

gegen sieben dann doch noch an die arbeit. erst ein kleiner auftrag, mit dem ich schnell durch war. dann ans schreiben, die datei öffnen und in den text springen. hätte ich nicht gedacht, nach dem traum heute morgen, der mich doch sehr an meiner größe zweifeln ließ. mir ein haus kreieren in meinem zimmer? in meinem kinderzimmer, wie es mir beinah schien? eine pappschachtel?

aber warum nicht?

ein haus gebaut, ganz allein. eines aus papier, an dem ich lange konzipiert habe, damit es in mein zimmer paßt. während der fertigstellung dann leider festgestellt, daß mir das alles zu eng wurde. nur ein paar zentimeter zwischen matratze und zimmerdecke, gerade so viel, daß ich mich zum schlafen hätte hineinquetschen können. wie soll ich so leben, wie konnte ich, denke ich. noch vor dem aufwachen.

going (9)

kaum umstrukturierende maßnahmen nötig bezüglich des zusätzlichen namens, der zusätzlichen person, die sich eingeschlichetn hat. es hat sich gezeigt, daß die story, handlung oder was auch immer im kern nicht entscheidend berührt ist. es eröffnet sich sogar die möglichkeit zu einer kleinen erzählfinte, einer gemeinen kleinen auslassung. mal sehen.

erste halbe seite des dritten kapitels flüchtig hingeworfen. kann sein, daß nichts davon bleibt, aber der anfang ist immer das schwerste. an irgendetwas muß man sich halten im nichts.

leichte fortschritte auf dem gebiet „ein klein wenig besser kochen lernen“ gemacht. gemüse nicht versehentlich in der pfanne zu matsch werden lassen, sondern im noch knackigen zustand vom herd gerettet. war eigentlich ganz leicht. (und ging auch viel schneller als sonst.)

beim nächsten mal dann: gewürze und kräuter benutzen nicht vergessen, das wäre sicher eine bereicherung für den geschmack. (wird schon werden.)

going (8)

bei der durchsicht des ersten und der überarbeitung des zweiten kapitels gestern festgestellt, daß darin ein name vorkommt, den ich bei meinen strukturellen planungen und überlegungen zu berücksichtigen völlig vergessen habe. kann vorkommen, muß sogar vorkommen. ohne offene stellen und logische katastrophen wäre die arbeit in dieser phase sehr seltsam und würde ohne zweifel auf ein allzu abgezirkeltes, im endeffekt langweiliges resultat hinweisen. und das will ich ja nun nicht.

gestern sehr vorbildlich schon gegen mittag losgelegt, um abends dann in aller ruhe tango üben gehen zu können. heute dagegen erste gegen drei den hefter mit den notizen aufgeschlagen, damit die sache mit der vergessenen person ins reine kommt. also zügig durchdenken und aufnotieren, was es da für möglichkeiten gibt, damit es weitergehen kann. so laiutete der auftrag.

kurz darauf jedoch mit der schlagbohrmaschine auf dem balkon auf der leiter gestanden, um der susanne eine schnelle rankhilfe zu knüpfen. kann vorkommen, und war auch echt wichtig.

jetzt aber! (und heute abend gibt es caipis, logisch.)

going (7)

gegen mittag anfangen und die zwei letzten seiten des zweiten kapitels durchgehen. nach zwei, drei stunden damit fertig sein und ein gutes gefühl haben. für morgen jetzt nur noch noch einmal das erste kapitel lesen, um dann das zweite auf stil, logik und anschlüsse durchgehen zu können. so ist schreiben eben auch. meistens sogar. fleißarbeit.

gegen mittag war übrigens eine gute idee. eine sehr gute. und gar nicht so abwegig, wie ich das selbst immer glauben möchte. (von wegen kreative arbeit nur bei nacht, wenn alle anderen schlafen. aus dem alter bin ich wohl raus.)

küchentango

das wird ein tangosommer, wie mir scheint. neue ideen und neue möglichkeiten tun sich auf. die teilnahme am küchentango zum beispiel, einer art privatpraktika, die sich durchaus auch mal bis mitternacht erstrecken kann. gestern war das.

außerdem will ich in diesem jahr – definitiv – einmal draußen tanzen, an irgendsoeinem berliner strand. das muß doch drin sein.

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