am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

going (9)

kaum umstrukturierende maßnahmen nötig bezüglich des zusätzlichen namens, der zusätzlichen person, die sich eingeschlichetn hat. es hat sich gezeigt, daß die story, handlung oder was auch immer im kern nicht entscheidend berührt ist. es eröffnet sich sogar die möglichkeit zu einer kleinen erzählfinte, einer gemeinen kleinen auslassung. mal sehen.

erste halbe seite des dritten kapitels flüchtig hingeworfen. kann sein, daß nichts davon bleibt, aber der anfang ist immer das schwerste. an irgendetwas muß man sich halten im nichts.

leichte fortschritte auf dem gebiet „ein klein wenig besser kochen lernen“ gemacht. gemüse nicht versehentlich in der pfanne zu matsch werden lassen, sondern im noch knackigen zustand vom herd gerettet. war eigentlich ganz leicht. (und ging auch viel schneller als sonst.)

beim nächsten mal dann: gewürze und kräuter benutzen nicht vergessen, das wäre sicher eine bereicherung für den geschmack. (wird schon werden.)

going (8)

bei der durchsicht des ersten und der überarbeitung des zweiten kapitels gestern festgestellt, daß darin ein name vorkommt, den ich bei meinen strukturellen planungen und überlegungen zu berücksichtigen völlig vergessen habe. kann vorkommen, muß sogar vorkommen. ohne offene stellen und logische katastrophen wäre die arbeit in dieser phase sehr seltsam und würde ohne zweifel auf ein allzu abgezirkeltes, im endeffekt langweiliges resultat hinweisen. und das will ich ja nun nicht.

gestern sehr vorbildlich schon gegen mittag losgelegt, um abends dann in aller ruhe tango üben gehen zu können. heute dagegen erste gegen drei den hefter mit den notizen aufgeschlagen, damit die sache mit der vergessenen person ins reine kommt. also zügig durchdenken und aufnotieren, was es da für möglichkeiten gibt, damit es weitergehen kann. so laiutete der auftrag.

kurz darauf jedoch mit der schlagbohrmaschine auf dem balkon auf der leiter gestanden, um der susanne eine schnelle rankhilfe zu knüpfen. kann vorkommen, und war auch echt wichtig.

jetzt aber! (und heute abend gibt es caipis, logisch.)

going (7)

gegen mittag anfangen und die zwei letzten seiten des zweiten kapitels durchgehen. nach zwei, drei stunden damit fertig sein und ein gutes gefühl haben. für morgen jetzt nur noch noch einmal das erste kapitel lesen, um dann das zweite auf stil, logik und anschlüsse durchgehen zu können. so ist schreiben eben auch. meistens sogar. fleißarbeit.

gegen mittag war übrigens eine gute idee. eine sehr gute. und gar nicht so abwegig, wie ich das selbst immer glauben möchte. (von wegen kreative arbeit nur bei nacht, wenn alle anderen schlafen. aus dem alter bin ich wohl raus.)

küchentango

das wird ein tangosommer, wie mir scheint. neue ideen und neue möglichkeiten tun sich auf. die teilnahme am küchentango zum beispiel, einer art privatpraktika, die sich durchaus auch mal bis mitternacht erstrecken kann. gestern war das.

außerdem will ich in diesem jahr – definitiv – einmal draußen tanzen, an irgendsoeinem berliner strand. das muß doch drin sein.

going (6)

fühlt sich gut an, besser noch als ich dachte, schon am nachmittag loszulegen mit dem schreiben. es ist noch nicht dunkel, da ist alles nötige und mein möglichstes schon getan. zufriedenheit stellt sich ein, beinah automatisch. oft genug ist es ja anders, da komme ich erst am abend zum schreiben und denke vor mitternacht nicht einmal daran, nach einem tagesabschluß zu suchen. auch wenn es sein muß, es ist einfach nicht möglich.

heute dagegen ist das zweite kapitel so gut wie fertig geworden, noch vor acht. es fehlt nur noch eine letzte durchsicht, um diese erste fassung abheften zu können. ins grobe sozusagen, um von dort aus weitermachen zu können. ein schlachtplan ist ebenfalls notiert. für ungefähr die erste hälfte der geplanten 100 seiten torso stehen erste richtlinien auf dem papier, das ist sehr beruhigend und erleichtert die kontinuierliche arbeit.

auch die umkehrung der reihenfolge war hilfreich, die strukturarbeit in den abend, ins dunkel zu legen. scheint mir nur natürlich.

jetzt: schlafen. oder liegen oder lesen. träumen auf jeden fall. (gutnacht)

kein spaß

nachdenken darüber, warum ich die geschichten von astrid lindgren nie mochte. wobei ich ja vorwiegend die filme kenne, gelesen habe ich das alles so gut wie nie, schon gar nicht als kind. (ob es mir verboten war?) ich fand nie lustig, was da am sonntag nachmittag im fernsehen zu sehen war. ich fand das kein bißchen realistisch oder auch nur nachvollziehbar, im gegenteil. es machte mir eine große und ebenso nicht zu fassende angst, weil es in gegenwart meiner eltern lief, innerhalb der mir bekannten familie. das war kein vergleich. auch meine mutter lachte, wenn ich mich recht erinnere, laut und bitter, über diese dumme, heile welt in schweden.

saltkrokan ist das einzige, das ich heute noch halbwegs erinnere. figuren und namen stehen mir vor augen, vereinzelt auch diese eigenartige, unsinnige storyfetzen. in denen ich nichts zu erkennen vermochte, keine familie vor allem, kein leben, keinen grund. keine welt. nur diese angst.

ich muß in einer grundlegend anderen gelebt haben. damals.

spiritus sanctus

beim frühstück, nach dem frühstück, den ganzen morgen im grunde auf dem balkon, versteckt hinter dem tomatenwald. musik, die einen radius um mich zirkelt, mich schützt, aber nicht völlig abschirmt. von unten andere musik, die vorbeifährt, zügig zum glück, rollergeheule und kreissägengepfeife von weit, hundegebell und darauf folgendes männergebrüll. (hundehalter in neukölln sind eine eigenartige spezies.) modeschimpfwort live erlebt und damit verifiziert: schwabenkind. (es ist soweit, jetzt auch in neukölln.) erste bienen, die von den blüten naschen. das buch von gestern fertiglesen. zum abschied die tomaten hochbinden, sie rüsten für die kommenden stürme. dann gießen und geizen. bei all dem einen grandiosen pickel am kinn haben, als wäre ich in der pubertät. so alt bin ich oder so jung heute.

jetzt an die arbeit.

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