aufwachen mit einem herzen, das in den kopf gesprungen ist. und dort schier unerträglich schlägt und pocht. heute zum dritten mal in folge. (unter mir kein boden mehr.)
sichten, schieben, sorieren und dann schreiben, schreiben, schreiben. spät am tag damit anfangen, vor lauter angst, im dunkeln erst, und dann nicht mehr aufhören können. diese eigenartige vorgehensweise – hinten anfangen und den anfang zu anfang noch so gut wie gar nicht zu kennen – verusacht eine große wirrnis, die mich partiell rasend macht. ordnung ist nicht das halbe leben. ordnung ist gar kein leben. aber ordnung ist grammatik. ordnung ist sogar erzählen, zu einem gewissen grad. ordnung muß sein.
leider.
so war das als kind, wenn ich von menschen geträumt habe, vom einem leben, wenn all das vorbei sein würde. irgendwann. als ich noch nicht wußte, daß es niemals vorbei sein würde. daß das einfach nicht sein könnte, weil all das schon in mir war, ich längst angefüllt von dem, was kein leben sein kann, nicht sein darf. wie erwachsene so sind. vor all dem nahm ich menschen als vage räume wahr, dunkel und endlos, mit linien und mustern durchzogen, angereichert mit potential. nicht mit emotion.
alle verläßlichkeit im leben ist illusion.
mein kleiner beitrag zur obamanacht
berlinpremiere: die geschichte der auma obama von branwen okpako.
wie der traum in mein schreiben zurückgefunden hat. und die nacht, die klarheit, die flüchtigkeit. wie das absurde sich sich öffnet, wie noch nie. weil es anders nicht zu fassen ist. immer habe ich im schreiben den humor vermißt. jetzt ist klar, daß er dort böse wird, mehr als das. grotesk eben, hinterhältig und präzise. in allem, im guten wie im schlechten. das hätte ich auch wissen können, schon lange.
mache jetzt wieder listen und erledige diese dinge dann, eins nach dem anderen. obwohl man ja nie fertig wird damit, also auch nicht weiterkommt. dennoch: mit der erledigung von so etwas wie dem abtauen und reinigen des kühlschranks, nachdem dieses vorhaben sicher an die zwei jahre auf irgendeiner inneren liste verbracht hat, erschließt sich mitunter eine eigenartige zufriedenheit. selbst in zeiten kräftiger verwirrtheit und frustration. und zerschundene hände. das soll wohl so.
