am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

throwing bones

den tag auf dem balkon verbracht. gelesen. über das schreiben vor allem, vorbereitungen für den kurs im oktober. außerdem gibt es auf dem gebiet ja immer etwas nachzuholen. zwischendrin auch ein bißchen was notiert. lag grad so auf dem weg, eine erinnerung. inspiration nennt man das wohl.

schirrmachers payback

endlich ausgelesen. das heißt, eigentlich mehr so zum teil, vieles habe ich auch einfach nur überflogen. ein seltsames buch, gar nicht schlecht im grunde. wobei ich gestehen muß, daß mich die heftige diskussion damals, vor drei monaten oder so, kaum am rand ein ganz kleines bißchen interessiert hat. nö.

stellenweise übrigens von einer eigenartigen poetik:

Es gibt Äonen von Gedanken, die wir in dieser Sekunde mit einem einzigen Knopfdruck abrufen können. Aber kein Gedanke ist so wertvoll und so neu und schön, wie der, dessen Flügelschlagen wir gerade jetzt in unserem Bewusstsein hören.

da hab ich doch nichts auszusetzen. obwohl, hören?

Frank Schirrmacher, Payback

memorise

vergangenheit ist ein dehnbares ding. sie durchzieht die zeit bis in die gegenwart, manifestiert sich mal so und dann wieder ganz anders. diese uhr zum beispiel, derzeit tickt sie wieder leise vor sich hin. und das mit dem timing krieg ich sicher auch noch in den griff, irgendwie. irgendwann.

auch karnap, der nördlichste zipfel essens, wurde in dem zusammenhang hochgespült. ein themenkomplex, aus dem bereits geschichten entstanden sind. das ist lange her, aber möglicherweise gibt es bald mal wieder mehr dazu. alles ist verwoben und verschlungen. nichts ist fertig oder abgeschlossen. niemals. sogar die hiesigen häuslichen bauarbeiten gehören unverkennbar in diesen reigen.

denn in karnap habe ich zu bauen begonnen.

da stehe ich, mitten in meinem sandhaufen. einen kasten dazu gab es nicht. das material wurde einfach ausgekippt und später, nach beendigung der nachmittäglichen bauphase, wieder zusammengefegt und in einer kiste verstaut. einmal im jahr wurde die substanz aufgefrischt, die zwangsläufigen verluste wieder aufgestockt. in dem schuppen hinter mir habe ich zum ersten mal einen hammer in der hand gehabt. bald darauf gab es dort auch einen kleinen schrank, in dem ich mein eigenes werkzeug aufbewahren durfte. einen federleichten hammer, den ich selten benutzte. die echten, schweren funktionierten einfach besser. darüber hinaus gab es für mich zwei schraubendreher, eine feile und einen kleinen zollstock. dazu ein paar schrauben und nägel, soweit ich mich erinnere. alles nur für mich.

eigentlich aber gehörte dieser schuppen – stall genannt, weil er im und nach dem krieg wohl ein solcher gewesen sein muß – meinem opa. dort ging er hin, wenn er seine ruhe haben wollte. dort sägte und hackte er das anmachholz, im winter wie auch im sommer. dort reparierte  er kaputte geräte, bügeleisen oder bohrmaschinen. alles, was ihm in die finger kam, wurde auseinandergenommen. und zumindest versuchte er es, die dinge wieder funktionsfähig zusammenzubekommen. ich ahne, daß im das nicht immer gelungen sein kann. manchmal fettete mein opa auch einfach seine schrauben und nägel, wenn er sonst nichts zu tun hatte. rost im stall war sein erbitterter feind.

auch das neue uhrengehäuse wird mein opa genau dort zusammengebaut haben. so kam das also mit dem bauen. und dem schreiben. bei mir. über vierzig jahre ist das her, und im moment ist es mir nah wie gestern.

(was ich mich allerdings frage ist, wo nur diese grandiosen beine in der zwischenzeit hingekommen sein könnten. und mich wundert, sehr, daß die stalltür kein schloß hat, sondern nur mit einem holzkeil gesichert ist. ich erinnere mich an ein vorhängeschloß, das immer auf den kopf gehängt werden mußte, damit das wasser nicht hineinfließt. zeiten waren das, damals.)

ein bißchen komme ich mir ja immer luschig vor, wenn ich beim kiesern auf maschinen treffe, die vorher von einem dieser jungen kerle benutzt worden sind. wenn ich mir dann aber vor augen halte, daß ich inzwischen mit dem kopf, aus dem nacken heraus über 50 pfund nach hinten wegdrücke –  das ist immerhin mehr als die unter ächzen geschleppten 20 kilo schweren katzenstreusäcke früher – dann komme ich darauf, daß das für so eine kleine, olle wie mich vermutlich nicht allzu schlecht ist.

ausgeleiert

die alte leier, immer wieder noch und noch und noch einmal: warum werden bloggerinnen nicht gelesen? oder, nein! anders noch und viel schlimmer eigentlich: warum glauben bloggerinnen, nichts zu sagen zu haben? ich kann das nicht mehr hören, auch nicht mehr so richtig ernst nehmen. die ewige suche nach dem topthema, nach der topverlinkung, dem toplistenplatz. das ist bullenreiten, weiter nichts. pappmasché. und plastikpolitik.

das leben aber, der alltag, wird aus stein geschlagen. das ist ein stier. und davon liest man in den ach so verachteten tagebüchern.

verweis ins hsb

diesmal gibt es unter umständen sogar etwas geschenkt, einen 1a kopfhörer von AKG:

Es handelt sich hierbei um die Studio-Legende AKG K272HD, die das erklärte Hörinstrument für Toningenieure im Rundfunk und Fernsehen und von DJs ist. Er ist robust, seine Wiedergabe ist außerordentlich präzise, der Klang völlig unverfärbt. Das Ausgabegerät, an dem der hartvergoldete Stecker dieses Kopfhörers seine Buchse findet, sollte schon etwas hochwertiger sein. An einem einfachen MP3-Player macht dieser Kopfhörer dem Hörer möglicherweise weniger Freude, denn er will definitiv mehr Klangvolumen hören lassen als MP3s üblicherweise hören lassen wollen.

dafür müssen zuvor auch nur zwei recht leicht zu ergründende, eventuell aber ein klein wenig peinliche fakten preisgegeben werden. hier entlang bitte.

lechts und rinks

ich glaube, ich lerne es nie. muß ich das kleine gewicht am pendel dieser uhr nun nach oben oder nach unten drehen, wenn sie zu schnell geht?

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