am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

gestern geträumt, daß ich sterben werde. nicht sofort, aber doch in ein paar monaten oder so. der druck war enorm, wie eine sehr große aufregung, kurz vor einem auftritt. also lampenfieber vielleicht. und während um mich herum alle anfingen, von kampf zu reden, war ich mit dem grundgedanken eher einverstanden.

dann aufgewacht und festgestellt: in dieser nacht vor 17 jahren starb mein vater. ich saß dabei und sah ihn glücklich wie nie zuvor. in dem moment.

sommermüll in dem wochenblättern (86)

es gibt ja so phasen da möchte ich mal pause, mal sommer machen, einfach so. aber dann kann ich das lesen wieder nicht lassen und rege ich mich doch wieder über diesen müll auf, den frau köhler oder jetzt schröder so verzapft:

Minijobber und Harz-IV-Aufstocker sollten sich, bevor sie ihren Kinderwunsch wahr machen, gefälligst um einen anständig bezahlten Job kümmern, um ein paar Monate später in den Genuss des Elterngeldes kommen zu dürfen. So wird eine Maßnahme, die ursprünglich geschaffen wurde, um die Entscheidung für Kinder zu erleichtern, zu einer arbeitsmarktpolitischen Strafaktion. Das ist absurd.

Denn damit würden gerade diejenigen bestraft, die sich – zusätzlich zu Hartz IV – um Arbeit bemühen. Gerade diejenigen, die für sehr wenig Geld oft sehr harte Arbeit verrichten, die zusätzlich zu einem schlecht bezahlten Hauptjob einen noch schlechter bezahlten Nebenjob annehmen, diejenigen also, die sich aller Widrigkeiten zum Trotz nicht aufgegeben haben.

erst werden also löhne gedrückt, von wem auch immer, bis tief in die untergeschosse. dann wird der minijobmarkt erfunden, der sich großer beliebtheit erfreut, vor allem bei den dadurch weitgehend aus der verantwortung entlassenen arbeitgebern. und zum guten schluß, ja, da wird dann druck ausgeübt auf die menschen, die sich in diesem zwischenarbeitsmarkt verfangen. gute alte erziehungsmethoden: strafen und ausgrenzen. brandmarken vielleicht noch.

fordern statt fördern, so muß man das wohl nennen.

8 männer & 1 loch

ein kleiner bagger ist gekommen und hat ein großes loch in die erde geworfen. jetzt hocken sie da und stehen sie rum und wundern sich.

das ist übrigens ein panoramabild – ja, vielleicht auch dieses hier – wie ich bei meinem ersten versuch drüben im HSB im kommentarverlauf lernen durfte. ein freigestelltes panorama, möglicherweise sogar gestitcht. (wobei ich keine ahnung habe, was das sein könnte. irgendwas mit nähen?)

diesmal hab ich aber den hübschen zaun weggelassen und mich mehr auf das loch konzentriert. das loch ist schließlich wichtig. das loch und die männer. gerne hätte ich noch ein bißchen himmel angeboten, aber da war leider keiner auf meinem knipsbild.

8 männer & 1 loch

ein kleiner bagger ist gekommen und hat ein großes loch in die erde geworfen. jetzt hocken sie da und stehen sie rum und wundern sich.

das ist übrigens ein panoramabild – ja, vielleicht auch dieses hier – wie ich bei meinem ersten versuch drüben im HSB im kommentarverlauf lernen durfte. ein freigestelltes panorama, möglicherweise sogar gestitcht. (wobei ich keine ahnung habe, was das sein könnte. irgendwas mit nähen?)

diesmal hab ich aber den hübschen zaun weggelassen und mich mehr auf das loch konzentriert. das loch ist schließlich wichtig. das loch und die männer. gerne hätte ich noch ein bißchen himmel angeboten, aber da war leider keiner auf meinem knipsbild.

kopf immer noch frei. dafür eiert der kreislauf. tja, man kann eben nicht alles haben. (hat schon meine mutter immer gesagt: wenn du die augen zumachst, was du dann siehst, das ist deins.)

morgenglühen

hat geholfen, offensichtlich, die volle dröhnung gestern nacht. nicht sofort, erst nach zwei, drei stunden. aber dann war sowieso auf einmal der strom weg, im ganzen haus, womöglich sogar in einem ganzen straßenabschnitt. da gab es dann auch keine ablenkung mehr, kein blickloses zappen durch irgendwelche nachtprogramme.

und heute überraschend aufrecht im kopf. mit ein bißchen angst nur und mit zweifel natürlich, ob das sein kann. nach nur knapp 12 stunden.

heute morgen außerdem, kurz nach sieben oder so: schaufeln, buddeln und baggern unterm schlafzimmerfenster. die verkabelung unter dem bürgersteig wird großräumig freigelegt, reparaturarbeiten, wohl um weitere stromausfälle zu vermeiden. dabei sieht es aus, als wolle man meine kawa einbuddeln. oder sie am ende gar umsetzen. das mache ich dann doch besser selber. ich fahre sie rüber auf die andere straßenseite, noch vor dem frühstück. aus dem loch in der erde riecht es muffig.

nach nachtfahren glüht das rad in seinem alkoven in der küche übrigens immer noch ein bißchen nach.

symbolbilder

genau so stell ich mir soziologen vor.

nachtrag: och, nu isses wech, das schöne bild eines vermummten linksradikalen demonstranten in kämpferpose. :-(oder war es eine siegerpose?)

kein gewitter, nur wind. der nachts auch noch die offene balkontür zuweht. jetzt ist es draußen kühler als drinnen.

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