am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

an manchen tagen wache ich widerwillig auf und gehe die gesamte strecke, über vierzig jahre, bis ich endlich im gegenwärtigen tag anlange. da verharre ich dann, wie erstarrt, während diese zeit an mir zerrt. wie ein überdehntes gummiband in meinen rücken. alt, und dennoch zu dick, um vielleicht doch noch zu reißen. irgendwann vielleicht.
man könnte sagen, ich neige zur seltenen morgendepression. aber auch das ist ja schon immer.

oscar hat jetzt einen henckel. (oder umgekehrt? ach, egal, paßt schon, irgendwie. sind ja zwei gleichgelackte typen.)

ich erinnere mich dunkel, im teenagealter mal im lexikon nachgeschlagen zu haben, was denn hetero bedeutet. homo war ja irgendwie klar.

die träume kommen wieder, blutrot.
heute wohnte in dem haus, in dem auch ich wohnte, ein mensch, so schwer, daß keine bewegung mehr möglich war. eine frau wie ein berg. tief im keller schlachtete sie ihr essen. riesige fleischhaufen, häute und därme. das haus fing an, langsam von unten zu verkommen. alles war glitschig, verrottet und stank. ich dachte, ich müsse das melden, zur polizei gehen. als ginge es um einen mord. dabei war es nur ein pferd, diesmal. füße und fell lagen in einer schubkarre, mehr habe ich nicht sehen können. oder wollen.
gestern hingegen war krieg, was sonst.

zum thema klimawandel

„wie gehts dir? fragt ein planet die erde. nicht gut, sagt die erde. ich hab homo sapiens. ach, das hatte ich auch schon, sagt der andere planet. das geht vorbei.“
salamandra

(in dem fall: tagebuchlesen lohnt sich.)

kdd

kriminaldauerdienst ist ein selten dämlicher titel für eine mehr als gelungene deutsche krimiserie. die beste seit langem. ein klein wenig themenüberladen vielleicht und ein bißchen zu kamerafahrig, aber das ist ja gerade in. ansonsten kommt kdd gänzlich unZDF daher. und total berlin natürlich!

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