am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

früher, als ich mir träume noch erlaubt habe, zwei oder drei jede nacht, als ich noch eine richtig geübte träumerin war, mit stift und papier am bett, immer griffbereit, da bin ich oft geflüchtet. meistens hinein in häuser, die treppen hinunter, bis in den keller. in panik, manchmal auch in todesangst, ging es immer tiefer und tiefer. wurde es immer dunkler und dunkler, bis nichts mehr ging. bis jede bewegung unmöglich war, wie das manchmal so ist im traum. keine stimme mehr, nur noch die angst. es ist krieg, schrieb ich dann immer. später, im wachzustand. treffenderes ist mir nie eingefallen.
ich selbst war nie sonderlich erschrocken über diese träume. zumindest nicht im nachhinein. ich war froh über das erwachen, jedesmal, das ist wohl wahr. doch selbst die für eine weile fast zwangsläufige wiederholung dieser nächtliche vorgänge, schreckte mich nicht. im gegenteil, ich fühlte mich bereichert. vielleicht hoffte ich auch darauf, irgendwann meinen verfolger ausmachen zu können.
erschrocken waren hingegen andere, die sich (und manchmal auch mich) nach dem warum fragten. diese fragen habe ich nie beantworten können. ich habe sie mir auch selbst nie gestellt. das schien mir zu offensichtlich.

[weil ich bei elsa über ihren schlimmsten traum gelesen habe.]

mehr frühlingsboten

so ist das mit mir und dem putzen. muß eine art virus sein. erst fange ich an auszumisten, wenn ich schon mal dabei bin. berge von müll. naja, immerhin etliche tüten. dann kommen die ideen, und ich will auch noch umbauen. reduktion ist das thema. gar nicht so schlecht also. heute habe ich mich zwar noch zurückhalten können, aber für morgen kann ich nicht mehr garantieren. ist auch keine große sache, nur ein bißchen schrauben, sägen, hobeln. anschließend kann das blöde, olle regal, das ich einfach nicht mehr sehen kann, endlich im keller verschwinden. mal sehen.
[übrigens: noch vor dem posten dieses blöden beitrages eifrig aufgesprungen und nebenan schon mal das regal entfernt. so bin ich. form follows function oder so ähnlich. der rest dann morgen.]

die mörder unter uns

trolle sind schon auch witzig, manchmal. fragt mich meiner doch neulich, ob ich lisa umgebracht habe. klar, kann ich da nur sagen. war ein auftragsmord. für 30 dollar, soweit ich mich erinnere. sonst noch was?

ärgerlich. wenn mir der exakt passende ausdruck ungefähr 48 stunden nach abgabetermin einfällt.

frühlingsboten

in 14 tagen kommt besuch, der für ein paar tage bleibt. berlin eben, ist immer noch gefragt. das heißt allerdings, daß ich nun schleunigst putzen muß, und zwar nicht zu knapp. ich muß quasi alles putzen, das nach der fassadenrenovierung liegengeblieben ist. nicht das klo, die spüle und den herd. das alles war seit august schon hin und wieder mal dran. und gesaugt habe ich auch ein- oder zweimal. aber so ziemlich alles andere ist verstaubt und verdreckt oder sonstwie verranzt. und das geht ja nun wirklich nicht, für besucher, meine ich. dabei ist gerade erst februar, also noch lange kein frühling, genaugenommen. auch wenn ich das innerlich seit jeher anders erlebe. aber ich kann doch unmöglich jetzt schon fenster putzen. himmel, immer diese winterberlinbesucher.
das schöne am verhaßten putzen ist übrigens nicht nur, daß anschließen mal alles sauber ist, kurzfristig. vor allem ist es das aufräumen, ganz nebenbei. oder besser, das ausmisten, das wegwerfen. ich liebe das. auch eine art versäubern.

O schreck

der mobiltelefonprovider meines vertrauens (blubb!) hat sich vor kurzem schöne neue tarife ausgedacht. prima, dachte ich mir: keine grundgebühr, nur die gespräche werden abgebucht, trotzdem gibt es faire preise und die homezone natürlich. homezone ist fein. das mach ich doch glatt, wo ohnehin jetzt gerade mein vertrag abläuft. ich also gekündigt, vorsichtshalber, und dann in diesen blubberladen, weil das online-tarifwechselmenü die gewünschte option nicht aufführt.
der mann im laden knurrt ein wenig, als ich ihm meine absicht mitteile. zunächst er weist mich auf kündigungsfristen hin, anschließend auf die diversen schönen, neuen handys und sonstigen kram, den ich hinterhergeschmissen bekommen kann, wenn ich meinen bisherigen tarif um zwei jahre verlängere. das lohnt sich für mich aber nicht, da ich so gut wie nie telefoniere und noch zwei gut funktionierende mobiltelefone hier liegen habe. seit geraumer zeit denke ich bereits darüber nach, auf eine prepaid-karte umzusteigen. nur die liebgewonnene nummer und die hohen gesprächskosten haben mich bislang davon abgehalten. (letzteres ist natürlich blödsinn, rein rechnerisch, ich weiß.) aber nun gibt es ja eine überaus passende möglichkeit. wie angegossen sozusagen.
der mann im laden knurrt nochmal, als er feststellt, daß ich meine, was ich sage. es klingt wie: da gewinnen wir ja nix dran. das stimmt natürlich, das habe ich auch so berechnet. deshalb ja. der mann nimmt widerwillig meinen wunsch auf und erkundigt sich telefonisch nach den konditionen, die er ebenfalls online nicht finden kann. kostet 25 bereitstellung, knurrt der mann dann. müssen wir trotzdem nehmen. und das, obwohl ich schon seit 4 jahren kunde bin. doch das war der letzte versuch, mich umzustimmen.
25, das sind 2 1/2 monate gegen 24. ich bin zufrieden mit meinem provider.

kein schlaf. vielleicht mal wieder lesen? später dann.

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