jeder noch so kleine auftrag hat immer auch eine private komponente. jetzt weiß ich, daß die retina aus verschiedenen schichten besteht und welche untersuchung ich aus kostengründen absagen mußte, neulich, beim augenarzt.
nur so eine idee
man könnte ja vielleicht auch mal bloglesungen machen, wo die kommentare mitgelesen werden. mit verteilten rollen versteht sich, eine klassische szenische lesung also. irgendwie fehlt ja sonst immer ein bißchen was.
andererseits, was dann für eine masse von leuten auftreten müßte. und die probezeiten, bis das mal sitzt. schade.
keine chance heute und in diesen tagen überhaupt, nur brei im hirn. reicht aber allemal für ein paar anstehende anfragen und sonstige administrative vorbereitungen. ist ja immer was los, alles werbung und bewerbung. oder anderer kram, den es abzuarbeiten gilt.
aber darüber hinaus? nicht jede idee läßt sich austragen, nicht heute zumindest.
im grunde hänge ich immer noch an dieser frage. es fehlt die zweite ebene, nach wie vor. ich muß tiefer. oder grotesker vielleicht, ist doch absurd das ganze.
another one bites the dust (1)
aus der sammlung göttlicher absagen:
… wir wären über Wochen hinaus rund um die Uhr mit Bewerbungsgesprächen beschäftigt, … dass das nicht möglich ist und die Wartezeit für alle Bewerber/innen dadurch ja auch ins Unzumutbare… weil diese Situation mir noch einmal vor Augen führt, wie viele hochqualifizierte Menschen einen Job suchen.
… Ich bin zuversichtlich, dass Sie mit Ihren Fähigkeiten und Erfahrungen bei der weiteren Stellensuche überdurchschnittliche Chancen haben …
was haben die gemacht? gewürfelt?
throwing bones
kleine neuköllner episode: frühling am balkon
sechs vorschläge für das nächste jahrtausend (1)
„… die Schwere des Steins kann in ihr Gegenteil verkehrt werden; …“
Italo Calvino, Sechs Vorschläge für das nächste Jahrtausend
‚zufalls’fund im eigenen bücherregal, auf hinweis von felicitas hoppe in literaturen ausgabe 9/2005. welche überraschung, über leichtigkeit in der literatur zu lesen.
balkonfrühling
kaffee und schokolade auf dem balkon, dazu einen weg gefunden, musik zu installieren. nicht auf dem rechner, nein, auf dem balkon. strom aus dem dahinterliegenden büro, den uralten portablen cd-spieler von grundig, der einfach alles frißt, immer noch, auch selbstgebackenes, aus dem schlafzimmer rübergeholt und an die alten pc-boxen angeschlossen. schnirscht ein bißchen, die alten boxen eben, aber für diesen sommer reicht es noch, dicke.
dann lesen, lesen, lesen, während draußen das leben vorübertobt. musik aus autos, lachende frauen und bolzende jungs. ein kommen und gehen. ich sehe nicht hin, ich höre nur. als ich eben doch kurz aufstehe und nach unten sehe, ist da wieder das bekannte neuköllner muster der letzten tage zu sehen. nicht der rbb, allerdings die polizei. war aber nicht zu hören.
(nachtrag zum wohnungsbrand gegenüber: der ‚ältere herr‘ war erst 31 und wurde nicht ‚in sicherheit‘ gebracht, sondern tot aufgefunden. stand gestern so in der zeitung. straßeninfo unterliegen eben den gesetzen der mundpropaganda. drüben stehen immer noch die fenster weit offen.)

