jetzt ist richtig schöner sommer in berlin. sonne satt, aber mit luft zum atmen. temparatur so um die 20°, am abend ein wenig weniger. aber es ist auch schon fast 11. die balkontür ist weit, weit offen, den ganzen tag. jetzt immer noch, die wohnung kühl nur langsam runter. es hat immer noch um die 23°, das sind immerhin 5° mehr.
balkontür auf ist auch deshalb so angenehm, weil die kneipe gegenüber den betrieb noch nicht wieder aufgenommen hat. gestern war jemand da und hat die bänke abgebaut. die waren immer besser besucht, tagsüber von der eckstehergruppe, die sich um den späti gebildet hat. und abends von dem üblichen fußvolk, bis in die nacht. für die ecksteher tut es mir leid, die haben sich da wohlgefühlt. sitzen können, mit tisch und bank, da sind eineige dabei, von denen ich vermute, das sie das sonst nirgends haben. dass zum frühstück vorwiegend angestoßen wird, das klassische bierflaschenklackern, und anschießend an den schaltkasten gepisst wird. das steht auf einem anderen blatt.
da bin ich dann doch froh, dass ich das motorrad schon lange nicht mehr dort abstelle. eigentlich ja, weil ich nicht durch den zumeist recht regen kneipenaußenbetrieb fahren mochte. um an den stellplatz zu kommen, musste ich immer so 8 bis 10 meter über den gehweg fahren. und soetwas tue ich nicht, wenn da leute sitzen. das wäre unschön.
heute war der kneipenbesitzer da, das hab ich sofort erkannt. da stand eines seines fetten autos, absolut unglaublich dämlich geparkt. wie immer ragt der vordere teil mit dem motorraum in den kreuzungsraum, damit will er wohl den fußgängern den überweg freilassen. was aber nicht im geringsten sinnvoll ist, weil der riesige wagen einfach allen die sicht nimmt, egal an welcher position. egal auch, ob fußgänger, radfahrer oder auto. das dürfte wohl auch der grund sein, dass in kreuzungsbereichen grundsätzlich nicht geparkt werden darf. ob der mann das weiß?
egal, nach einer weile sah ich ihn pappkartons, kisten und anderes zeug in den wagen packen. das sieht alles nicht danach aus, als würde der laden überleben. was auch immer überleben, ich habe keine ahnung. es ist nicht herauszukriegen, was da los ist.
das klingt nach einem lazy thursday, ich weiß. war es auch irgendwie, aber natürlich nicht nur. im grunde ist es ein bisschen auch gut, dass mein pensum gerade deutlich geringer ist als in den letzten jahren, beinah durchgehend. die listen sind kürzer, oder ich habe sie einfach nur im kopf, und erledige dennoch (fast) alles. so kann ich mich ein wenig leben lassen.

