am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

internet? manifest?

jetzt hab ich es auch mitgekriegt, die neueste sau im netz ist also dieses internet-manifest. mit bindestrich, versteht sich.

dazu fällt mir ein, daß mir neulich erst ein kunde die antworten auf meine per email übermittelten vorabfragen für ein interview, per post zugeschickt hat. irgendwie ist das mit dem papier schon auch ziemlich manifest.

welke 40

ich bin mitte 40 und garantiert auch irgendwie welk, wie es ein gewisser internetter in den hsb-kommentaren so schön ausgeführt. ich war aber 1. vor 20 jahren ganz sicher nicht schöner. und es ist 2. ein großer irrtum, daß interessante männer nicht schön sein müssen, um mit mitte 40 noch punkten zu können. siehe zum beispiel george clooney. (soweit ich das beurteilen kann. aber der war ja vorgabe im verlinkten kommentar.)

presseschau

passend zu meinem persönlichen abschied von der täglichen zeitung – genaugenommen vom tagesspiegel – anfang september, hat sich die zeit entschlossen, ihren onlineauftritt aufzuhübschen. was heißt aufhübschen, richtig gut und lesbar ist es geworden. prima schrift, gute gliederung, wenig werbung, die kaum stört. insgesamt ein solides online outfit, das sich endlich nicht mehr an der printversion orientiert. sogar die feeds wurden überarbeitet und kommen nun sogar zum teil mit einem bild daher.

da könnte sich der onlineversuch des tagesspiegels mal eine kräftige scheibe von abschneiden. ich finde mich auf der seite immer noch nicht zurecht, obwohl ich fast täglich dort zugange bin. das mag an meiner unlust liegen, die optik sagt mir einfach nicht zu.  zuviel durcheinander, die ladezeiten sind oft genug gewöhnungbedürftig, und dann die suchfunktion. ich finde einfach nie, was ich suche. vielleicht bin ich dazu zu blöd, keine ahnung. doch das schlimmste ist, daß es offensichtlich nicht gewünscht ist, den tagesspiegel via feedreader zu lesen. also nur den text, ohne das optische gesamtpaket. das nervt.

ich weiß ja, eigentlich ist der freitag die wochenzeitung, die sich fürs onlinelesen nahezu empfiehlt. schon allein vom selbstverständnis her, die blogs und der communitygedanke, die arenas und überhaupt das ganze schöne mitschreiberecht. ausgerechnet den freitag lese ich nun in papier und klicke nur selten auf die seite. irgendwie verrückt. aber auch da sind die ladezeiten mitunter schlimm, und durch die kommentarstruktur blicke ich nicht so recht durch. ich gelobe besserung. vielleicht schreibe ich da sogar bald mal wieder was. wer weiß?

spon lese ich übrigens nicht. obwohl auch die gerade aufgefrischt daherkommen, habe ich mir sagen lassen.

kater hindert mich am bloggen. schnurrt. stupst. so rammbockmäßig.

lichtjäger

völlig vergessen habe ich, wie gerne katzentiere lichtspielen nachjagen. doch jetzt hockt der kleinere der beiden gastkater neben mir im bett und tapst bis in die schwanzspitze aufgeregt den reflektionen des netbooks auf der wand hinterher. da weiß ichs gleich wieder.

das lisatier ist inzwischen seit fast fünf jahren tot.

novella (11)

wieder mal festgesessen, durchgehangen und nichts auf die reihe gekriegt. tagelang. vollmond, hormone, migräne.  was weiß ich, was und warum. jedenfalls war der text am ende verschwunden. nicht wirklich weg, aber aus den augen, aus dem sinn. so fängt man dann eben von vorn an.

dann das wochenende durchgearbeitet, sechs, acht, zehn stunden am tag. nur so geht es. jetzt steht kapitel i, knapp 19 seiten. das ist gut, voll im soll. und kapitel ii steht an. das denken, das planen, das suchen und finden. wieder was ganz anderes.

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