am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

asf – planung

für heute reichts. sechs bewerbungen verzapft, zwei davon online. seltsam, daß man im grunde ja nie weiß, ob die mails überhaupt ankommen. nur die spamflut funktioniert vermutlich immer. bei mir zumindest.
weiter tut sich nichts, ich werde ja wohl auch zunächst einmal in die ‚coole agentur‘ reinhorchen. alles weitere läuft hoffentlich reibungslos nebenbei weiter. vor allem die caos-seite muß mal wieder aufgezogen werden, die bislang meine jeweiligen kursangebote verkündet hat. derzeit herrscht dort gähnende leere. (anklicken lohnt also nicht. ;-) aber das wäre mal ein angang in richtung selbstbestimmter arbeit. und es wird auch irgendwie zeit.
morgen?

asf (= die arbeitssuchfront )

erster anruf auf meine anzeige von gestern. am sonntag?
wie üblich melde ich mich mit meinem nachnamen. der mann am anderen ende fragt nach, mehrmals, als hätte er nicht verstanden. es geht um arbeit, das wird mir langsam klar, obwohl ich noch zwei andere anzeigen geschaltet habe. ich muß höflicher sein, denke ich, nenne vor und nachnamen. daraufhin fragt der mann mich aus. ob ich flexibel sei, was ich denn sonst schon so gemacht hätte. ich spule meinen lebenslauf ab, kurzversion, der typ ist seltsam, denke ich. ob ich schon in der persönlichen pflege gearbeitet hätte. das muß ich verneinen, bin aber immer noch nicht mißtrauisch. das gibt es ja, daß behinderte ihre eigene pflegefirma gründen. ob ich eventuell massage…
jetzt erst begreife ich. deshalb hat der mann am anfang so schwerhörig getan. die anzeige war neutral gehalten, und er konnte meine androgyne telefonstimme zunächst geschlechtlich nicht einordnen.
danke, nein. und tschüß.
schönen sonntag noch. (also mir selbst, natürlich. ;-)

cool!

überraschend anders und angenehm, der besuch bei der ‚coolen agentur‘. es war auch keine veranstaltung, ich war alleine da. eine art kollektiv, offensichtlich, deshalb wohl auch das allgemeine ‚du‘. kann natürlich auch schwierig sein, diese art: wir können ja mal schauen, ob wir miteinander können. natürlich besprechen wir alles gemeinsam, du bist dann selbstverständlich auch dabei. durchdiskutieren und so. andererseits ist das ja meine generation, die das perfektioniert hat. fragt sich nur, wo ich zu der zeit war.
na, mal sehen. nächste woche werd ich da mal reinschnuppern.
wär ja schon nicht schlecht. dann hätte ich zumindest wieder mal ein wenig luft, mich um meine anderen aktivitäten zu kümmern. kurse in berlin ankurbeln, übersetzerkontakte knüpfen, schreiben gar.

die arbeitssuchfront

gestern: schulungsveranstaltung bei einem finanzdienstleister, wieder einmal. ich soll nur reinhören, der informationen wegen. es ist eine verkaufsschulung, basales rhetoriktraining. alle üben sich im positiven umschreiben von unangenehmen fakten, möglichst in frageform. verkäuferisch, nennt sich das. später packen alle einen zettel auf den tisch, während sie verkaufsgespräche simulieren. zu verdeutlichung von zahlen und daten. sie kritzeln also kringel und ansteigende linien, das macht was her. nein, ich gebe zu, daß das anschaulicher ist als tabellen. andererseits, wer glaubt schon einem zettel, auf dem etwas mit kugelschreiber gekritzelt ist? noch dazu von einem derart geschulten versicherungsvertreter. später nimmt der schulungsleiter mich als kundenbeispiel und exerziert ein knappes verkaufsgespräch mit mir durch. meine fragen beantwortet er mit fragen. rhetorischen fragen, die mich grundsätzlich blöd dasitzen lassen. fragen, die er nicht beantworten will, verschiebt er auf später. wohl in der hoffnung, daß ich sie vergessen würde. es ist ein machtspiel, soviel ist klar. das hat er auch vorher schon verkündet. ich bin der verkäufer, ich behalte die oberhand = gesprächsführung. es ekelt mich. ich bin 40, nicht 4. realistisch betrachtet würde er mir nichts verkaufen können, obwohl das produkt tatsächlich nicht uninteressant war. wenn aber die information hinter der verkaufstechnik verschwindet… am ende hab ich ihn gekriegt, indem ich um ein paar tage zum nachdenken gebeten habe. etwas, was ich immer täte, allein, um das hohe gesprächstempo abzufedern und auf noch offende fragen überhaupt mal zu kommen. außerdem will ich material zum nachlesen. da sieht er blöd aus, kann schließlich nicht einfach ablehnen. gefällt ihm aber nicht. jaja, sagt er, kunden, die bedenkzeit wollen, internetfreaks.
heute: vorstellungsgespräch, finanzdienstleister. der mann, mit dem ich den termin habe ist nicht da. statt dessen steht da ein großer junge mit herpes auf der oberlippe. sein händedruck ist fast nicht zu spüren. der ‚mann‘ trägt einen superschicken leinenanzug, der an ihm aussieht wie ein kartoffelsack, fein gesponnen, aber trotzdem eben ein sack. ich muß aufpassen, daß ich nicht dauergrinse. wir sitzen uns gegenüber. seine fingernägel sind abgenagt, aber was solls, davon bin ich auch nicht ganz frei. doch sie sind schmutzig dazu. außerdem sieht er mich kaum an, glotzt auf seine unterlagen statt dessen. er stottert, verheddert sich im konzept. ich bin gemein, sage ihm nicht, daß ich die firma schon kenne, nur eben eine andere vertretung. wenn ich etwas frage, antwortet er wenn es irgend geht mit einer gegenfrage. er will, daß ich im bekanntenkreis aquiriere. ich sage, ich habe hier noch keinen bekanntenkreis. darauf fällt ihm nichts ein. außer, daß ich ja mal nach wtal… wie bitte? schnell erzählt er mir, was ich so verdienen kann, irgendetwas von im schnitt 250€ pro termin. was immer das sein mag, ein termin. ich zeige mich nicht beeindruckt, auch als übersetzerin verdiene ich nicht schlecht. wenn es dann mal aufräge gibt. der junge ist ratlos. vermutlich. er holt einen zettel raus und malt ein paar kringel und zahlen darauf. ich glaube es ging um altervorsorge. ich bin aber nicht sicher, alles stand auf dem kopf. anfänger!
danach: produkttester gesucht. 300€-600€, aufwandsentschädigung, also steuerfrei, dazu die ware umsonst. ich soll eine zeitung abonnieren, dafür käme ich in eine onlinedatei. hallo???
gleich: die veranstaltung der ‚coolen agentur‘. finanzdienstleister.
ich glaube, ich verschwende meine zeit.
warum ich in berlin bin? hab ich vergessen.

‚vom sterben‘

die kolumne steht, hier und bei mir auch. (alte rechtschreibung!)
jetzt gleich laufe ich zum baumarkt, hin und zurück, die letzten zuschnitte für die abstellkammer abholen. ach, immer dieses gelatsche in berlin.
immerhin scheint die sonne.
vielleicht sage ich später mal was dazu, warum ich eigentlich hier bin. wenn mir dazu überhaupt noch etwas einfällt.

'vom sterben'

die kolumne steht, hier und bei mir auch. (alte rechtschreibung!)
jetzt gleich laufe ich zum baumarkt, hin und zurück, die letzten zuschnitte für die abstellkammer abholen. ach, immer dieses gelatsche in berlin.
immerhin scheint die sonne.
vielleicht sage ich später mal was dazu, warum ich eigentlich hier bin. wenn mir dazu überhaupt noch etwas einfällt.

abschließend

es sei noch bemerkt, daß sich kaum etwas tut an der arbbeitssuchfront.
das band der ‚coolen agentur‘, die mitarbeiter sucht, duzte mich derart penetrant, daß ich glatt meine eigene telefonnummer vergaß. der mann dagegen, den ich etwas später dran hatte, sprach durchaus korrekt mit mir. wieder ein finanzdienstleister. wieder eine abendveranstaltung. diesmal allerdings in nur charlottenburg. cool! ob ich mir das noch einmal antue?
die firma, an der ich schon seit zwei wochen dran bin – finanzdienstleister, was sonst? – aber immerhin einigermaßen korrekt, bislang jedenfalls. (wo ist mein satz?) selbige, auf jeden fall, hat mich am samstag morgen pünktlich vor der tür stehen lassen, draußen in weißensee. obwohl auf meinem vom möglichen vorgesetzen ausgefüllten plan eine schulung veranschlagt war.
der mann, der regalpacker sucht dagegen, war ganz nett. soweit ist es inzwischen. ich lande noch beim kugelschreiberschrauben.
alle anderen rufen nicht zurück.
warum auch?

zwischenbemerkung

bislang, ein tag mit der versprochenen schwere. nicht viel, aber auch nicht nichts. immerhin. ich bin ohnehin besser, wenn nacht ist. immer schon.
aber eines ist überdeutlich. der rost ist hartnäckig. und irgendwo, weit hinten schwelgt die frage, ob es nicht noch mehr ist. vor jahren habe ich mir die lyrikstimme mit zuviel (zu gut!) rose ausländer zerschossen. ist jetzt möglicherweise mein prosa-ich an MEMORY erkrankt?

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