am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

gestern war vollmond. und morgen ist schon wieder freitag der dreizehnte.

gut gelaufen, der tag heute. alle texte fertig, sodaß jetzt tatsächlich ein wochenende vor mir liegt. naja, so richtig auch wieder nicht, schließlich kann frei haben so langweilig sein. mal sehen, was sich machen läßt.

tick-tack

sie wolle kinder, auf jeden fall, erzählte mir neulich eine 17jährige. einfach aus angst, sonst im alter allein zu bleiben. eine halbe stunde später wiederum erklärt sie mir, daß sie kinder hasse und sich deshalb niemals als au-pair bewerben würde.

himmel, ticken die alle so in dem alter? ;-)

bitter

in möhren ist so ein runder kern innen, in der mitte. den hab ich als kind immer freigegessen, es zumindest versucht. das war aber nicht so leicht, wie silberzwiebeln im mund schicht für schicht auseinanderzudividieren.

denk ich an opel

fällt mir ein, daß der kadett a das erste auto ist, in dem ich jemals auf den fahrersitz gesessen habe. mit ungefähr vier oder fünf. weiß mit schwarzem dach war er, und ich erinnere mich genau an das innenleben. das riesige lenkrad, mit dem silbernen metallring innen. die hupe, wenn ich mich nicht irre. war ja noch klein, damals. die hübschen, runden armaturen, ebenfalls mit metall eingefaßt. die schiebehebel, die ich mit freuden hoch- und wieder heruntergeschoben habe. der formschöne hebel zum türöffnen und das kleine kippfenster vorne in der ecke. ich spüre den mechanismus, jetzt gerade, wie eben erst bedient. gar nicht so einfach eigentlich, aber ich war ja schon immer gut mit den fingern. an der fensterkurbel hab ich mich trotzdem immer geklemmt, das war offensichtlich eine fehlkonstruktion.

schade, daß es das nicht mehr  gibt.

clearing

nachts noch über das café central und otto weininger gelesen. außerdem ein kapitel zum thema wien und der tod, über den zentralfriedhof und andere klischees also.

heute dann, auf anregung von frau fragmente, spontan den schreibtisch aufgeräumt. das heißt, eigentlich mußte er nur geputzt werden, essen am arbeitsplatz rächt sich nach einer weile. aber putzen geht bei mir immer einher mit aufräumen. mitunter kommt es sogar vor, daß ich plötzlich mit einem hammer oder akkuschrauber dastehe, um schnell noch irgendetwas zu reparieren, bevor ich dann den lappen schwinge. das macht ja auch sinn, wenn man schon mal dabei ist.

heute haben sich zusätzlich noch gefühlte 100 kilo papier gefunden, die sang- und klanglos den weg alles irdischen gegangen sind. ein kleiner zettel darunter mit der notiz, unbedingt auf die email einer ehemaligen dozentin zu antworten. ein fettes rufzeichen dahinter, das will schon was heißen. ich glaube trotzdem nicht, daß sich das erledigt hat, wann immer ich mir das auch notiert haben mag. sonst wäre es mit sicherheit durchgestrichen. erübrigt sich aber dennoch inzwischen, da die empfängerin inzwischen verstorben ist.

und was mache ich jetzt?

dümpeltag heute. den artikel für morgen vorbereitet und mich ein wenig sortiert. ansonsten nur gelesen. die ideen kamen so zwischendrin, wie von allein. und gingen dann wieder. das ist auch mal gut.

gegenwart

manchmal werden die nächte dünn, so dünn, und verlorene erinnerungen treten hervor unter der alltagsdecke der verschwiegenheiten. geruch und geschmack vor allem, diese uralten anker, älter als man selbst. fast. was sich darunter verbergen kann, all die geschichten und träume.  fast vergessen. bis zu dem moment, in dem alles schlagartig wieder gegenwärtig ist.

MEMORY. wie viele schichten gibt es noch?

%e

wein war der erste alkohol, den ich trinken durfte. damals, als kind, bei einer weinprobe an der mosel. da gab es ein kleines süßes glas, auch für mich. ein paar schluck nur, mehr nicht. keine ahnung, ob ich davon betrunken war, wenigstens ein bißchen. keine ahnung auch, wie alt ich gewesen bin. vielleicht zwölf oder dreizehn? möglicherweise aber auch erst neun. was ich erinnere, ist der geschmack. fruchtiges helles gold mit einem bösen nachgeschmack. eigentlich mochte ich es nicht.

heute ist das anders. die flasche stammt aus südafrika, sagt das etikett. schmeckt aber wie damals, das kleine moselgläschen. muß ein guter gewesen sein, den mein opa für mich ausgesucht hat.

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