am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

ich schlafe wenig. gegen morgen träume ich erst von sex. dann musik.

jazzfest

heute mal draußen gewesen, in der bildschirmfreien welt, wo licht ist und schatten, sonne und sommerkälte in der nacht. kuchen essen und musik hören, freunde treffen, absichtlich und zufällig. ja, auch das wieder, fast an derselben stelle, wie beim letzten mal. von anderen menschen werde ich angerempelt, vollgeraucht und angequatscht. egal. immerhin nicht angemacht, kaum bedrängt oder selten belästigt. ich falle nicht weiter auf, das ist gut. ich bin kaum vorhanden, da draußen.

ein tag folgt auf den anderen. die macht der gedanken, der worte zu bannen, ist mein schicksal, mein glück.

im soll

ich  sollte tage, die aufgrund ihrer grundstruktur ohnehin schon nicht gut laufen können, nicht mit den falschen worten beginnen. und diese dann auch noch aufzuschreiben, vor dem aufwachen in form eines gebots zu papier bringen, als wäre dieses geschwätz ein gesetz, das für jetzt und für immer für mich zu gelten hat. als würde es es nicht ohnhein immer schon so gewesen sein:

du sollst nicht hoffen auf gemeinschaft und liebe, oder auch nur träumen davon, denn diese welt ist voller flutgräben und finsternis, daß du darin wandern kannst, endlos und unter schmerzen.

dabei weiß ich überhaupt nicht, was flutgräben eigentlich sind. aber einer ist ganz in der nähe, immerhin.

trendsport: korkyoga in berlin

es gibt viele schöne sachen in berlin, ganz kleine sachen mitunter, die auf anhieb gar nicht so einfach entdecken sind. die auf den straßenschildern turnenden korkfiguren zum beispiel, bei denen es sich um yogis handeln soll. um street-yogis.

babylon

gestern abend kurz vor elf vom südstern aus die weserstraße nach hause geradelt. da war es voll wie nie, überall. zwar wegen den 48 stunden, aber dennoch. bemerkenswert. menschen und musik, zum teil auch in den nebenstraßen. fahrräder überall, an jedem baum an jedem straßenschild angebunden. bierflaschen und bordsteinsitzgelegenheiten. licht in den fenstern und alle paar meter eine neue sprache.

das gewirr endet, genau eine straßenecke vor meiner straßenecke. noch bin ich jenseits der gentrifizierung, so gerade eben.

ein wenig blöd komme ich mir vor, weil ich durchfahre, nach hause will. aber ich bin müde, lausche nur hier und da, im vorbeifahren. ob ich zu den alteingesessenen neuköllnern gehöre? weil ich schon seit fast sieben jahren hier bin? oder wegen meines alters vielleicht. keine ahnung, aber jung und kreativ bin ich ganz sicher nicht. noch ist wohl offen, wo ich hingehören werden. im zweifel hocke ich sowieso immer zwischen allen stühlen.

später, nachts gegen zwei, setzt etwas entfernt, aber dennoch gut hörbar, das gegröle ein. besoffenes männergebrüll, in berliner sommernächten nicht unüblich. und hier in neukölln besonders verbreitet. aber das gab es hier immer schon, soweit ich weiß.

freitagszen

engl auf zendura, 19. woche:

# zuhause

# Liebeslieder (mit tippfehler)

# Liebeslieder (überdacht)

# lakritzfische

dichten müssen, schnell manchmal, eilig zwischen der einen und der anderen pflicht. aus dem fenster springen, wenn es gerade offen steht, zufällig vielleicht. und fliegen.

das geht nicht ohne absturz dann und wann. in dieser woche hat es tippfehler gegeben, versehentliche dopplungen, die entdeckt wurden, ehe ich selbst einen zweiten blick werfen konnte. aber warum nicht? es einfach so lassen oder ausbauen sogar. und dann wieder zusammenraffen, das geschwätz ausmerzen. so sieht sie aus, diese arbeit. (siehe Liebeslieder)

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