am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

totes land (15)

vier, fünf seiten weitergearbeitet. nicht zufrieden, nicht konzentriert. keine ahnung. die richtung stimmt, denke ich. ich wüßte es aber lieber. komisches arbeitgefühl. sehr eigenartig und unangenehm. ich weiß nicht, was im weg steht. abwarten.

nach zwei tagen ohne heißes wasser komme ich mir ein wenig vor wie meine oma. die hat mir das wasser immer im kessel warm gemacht, auf dem kohleherd in der küche. sie selbst wusch sich natürlich kalt, direkt aus dem hahn am waschbecken. eine dusche gab es nicht, nur eine wanne, später. die war ebenfalls ausschließlich mit kaltem wasser ausgestattet. zum befüllen der wanne gab es einen riesigen kessel, der wohl zuvor zum wäschewaschen benutzt wurde. (oder sagt man wäschekochen? eine waschmaschine gab es aber inzwischen.) das dauerte stunden, und am ende saß man doch nur mit dem arsch in einer lauwarmen pfütze.
ein waschlappen wäre hilfreich, dachte ich gestern. und ein etwas breiteres bad, damit ich alte frau auch die füße noch ins becken kriege. (stimmt gar nicht, ich war gestern bei benachbarten freunden duschen.) aber es wäre schon nett gewesen, wenn die hausverwaltung mir mitgeteilt hätte, daß sich die servicenummer geändert hat. dann hätte ich nicht einen solchen schreck bekommen, als mir diese mechanische frauenstimme erklärte, daß der anschluß vorübergehend nicht besetzt sei. jetzt zähle ich also die tage. bin mal gespannt, ob sie es bis sonntag schaffen, den durchlauferhitzer wiederzubeleben.
wenn nicht? scheiß auf weihnachten!

traurige tage, unendlich, vielleicht der dunkelheit geschuldet. vielleicht auch der vergangenheit. (dieses kind verdient respekt, es hat mich durch die zeit getragen. und sich selbst dabei vernichtet.)

zwei stunden wlan-gebastel, obwohl ich überhaupt keine ahnung habe. auch nicht, warum es jetzt auf einmal wieder geht.

passend zu wochenendauftakt und kälteeinbruch ist gerade mal das heiße wasser kaputt gegangen.

totes land (14)

ein paar kleine bruchstücke notiert. nein, besser gleich umgesetzt. ein sehr kurzes kapitel, wenig mehr als eine seite im rohbau, und dann gleich das nächste angefangen. oder vielleicht zwischendurch schon. keine ahnung, was ich davon halten soll. ist ja sonst nicht meine art, so durcheinander zu kritzeln. (fühlt sich an wie kritzeln, obwohl ich doch die tastatur benutzt habe.)
morgen sehen wir weiter.

familiar

die große gewalt wächst aus der kleinen und die kleine aus der großen. das ist ein problem. ein denkproblem, ein fehler fast. mit einfachen fragestellungen, nach einer bestehenden schuld zum beispiel, ist dem nicht beizukommen. auch nicht mit gesetzen, nicht einmal mit einer angemessenen erörterung von ursache und wirkung. letztendlich sind das alles nur erklärungen, hilfskonstruktionen. ausweichmanöver.
leichte schläge in den nacken etwa, aus kämpferischer sicht unzureichend ausgeführt, zum teil im vorbeigehen und mit dem handrücken, entfalten ihre wirkung in der verachtung der ausführenden. und in den begleitenden zwei, drei worten, richtungslos und dennoch zielgenau. darüber hinaus ist wiederholung das mittel der wahl, die größte vernichtungskraft überhaupt.

zwischendurch den steuerkram zusammengesucht. viel ist es nicht, hab ja bislang kaum was verdient in berlin. nicht mal ein drittel soviel wie zuvor. dennoch muß das erledigt werden und macht sicherlich kaum weniger arbeit. an weihnachten, was immerhin eine erleichterung ist für diese dämliche zeit.
ansonsten ist suche angesagt, keine ahnung wonach. (weiter im text?) kann sein, daß das gar nicht schlecht ist. so ist die winterzeit, normalerweise. aber sicher bin ich nicht.

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