am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

die klavierspielerin (1)

seit stockholm schon lag das taschenbuch bei mir parat. ich kam nicht dazu, oder es kam nicht zu mir, wer weiß. ein hauch von pflichtübung lag wohl die ganze zeit in der luft. der „deutsche“ nobelpreis muß schließlich gelesen sein.
wien bot sich nun an, um die sache endlich einmal anzugehen. zwei bücher sind ja auf jeder reise vonnöten. wenigstens.
nachdem mir die Lust seinerzeit nicht zugänglich war, hatte ich wohl auch ein wenig angst vor Die Klavierspielerin. mittlerweile bin ich aber überrascht und erleichtert. zum glück bin ich doch nicht jelinekuntauglich. und ich bin beeindruckt.

grad wieder ne absage eingeheimst. scheißtag!

identität (8)

vielleicht die geschichte vor der geschichte, vor dem mord? kein krimi also, kein blöder kommissar und kein langatmiges rätselraten. einfach nur menschen und alltag, genügend verwirrung stiften schließlich auch diese zwei.
ach, keine ahnung. was einstweilen vonnöten ist, um anstehende fragen zu klären, ist ohnehin die arbeit an den personen und eine einigermaßen schlüssige zeitstruktur. erfahrungsgemäß findet sich dabei immer einiges. weil dadurch alles in bewegung gerät. logisch, oder?

identität (7)

seit ein paar tagen brodelt es wieder. die story schiebt und dreht sich ineinander, ohne daß ich bislang wüßte, was das nun wieder soll. die ursprungsidee verlagert sich mehr und mehr auf nebenkriegsschauplätze. aber das war und ist ohnehin nur reine struktur, erste schritte, um das laufen zu lernen. wie jedesmal, wenn man aus dem nichts kommt. im kern dagegen beginnt jetzt ein herz zu schlagen. glaube, hoffnung, liebe. und tod vielleicht, wie könnte es anders sein. ich bin schließlich die autorin, und in gedanken spiele ich gerade eineutig mit der idee eines mordes. kein zweifel.
aus einer anderen warte betrachtet ist das allerdings eine häßlich entwicklung. ich mag keine krimis, von daher werde ich das genre nur ganz am rande streifen können. also wieder ein mix an zuviel von allem?

ich bin ein genügsamer mensch. es reicht, wenn da draußen überhaupt irgendetwas ist. die stadt, das wetter, die nacht. oder auch, wenn da gar nichts ist, meinetwegen. hauptsache ich bin. noch.
wie der mond vielleicht.
das meine ich jetzt keineswegs egoistisch. das ist vermutlich einfach nur die alte familienprägung, diese menschenleere. die mir genügsamkeit heißt, inzwischen zumindest. verknöcherung im hirn. was wiederum keine altersweisheit ist, mitnichten. eher ein nach innen gekehrter zynismus.

eben das schöne wort ‚Herzenskerl‘ erfunden. für mich natürlich wenig geeignet, immer diese beruflichen fremdgänge in heterogefilde. die hiesigen schwulen gäste mögen sich aber gern bedienen. nach herzenslust sozusagen.

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