raum für notizen

bonding (72)

15. September 2019 - 22:57

etwas über fünf seiten in das neue kapitel hinein. alles gut gegangen, keine sorge mehr jetzt, nach den beiden todeskapiteln, in denen der sprache der atem stockt, nicht mehr in einen fluss zu finden. ein anderer fluss, aber ins leben zurück. ein anderes leben.

anschließend mit einem kurzen blick in meine „richtlinien“ für die noch ausstehenden vier kapitel festgestellt, dass ich sorgfältig eins nach dem anderen abgearbeitet habe. ohne nachzusehen, wie von allein. passt alles!

allerdings ist damit gerade einmal das material belebt und umgesetzt, beinah hätte ich eingepflegt geschrieben, das in das letzte kapitel definitiv nicht gepasst hätte. und das ich deshalb erstmal unbeacht weitergeschoben hatte. hier passt es jetzt wunderbar sogar. aber mehr ist dann auch nicht geschafft.

wo soll das nur hin?

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15. September 2019 - 22:24

früh in der nacht nach hause gekommen. früher gingen die partys länger, waren lauter und lustiger, je später es wurde. aber sie fingen natürlich auch später an, ach.

wie alt ich doch geworden bin.

heute dann wie letzten freitag, der ein 13. war. (hab ich später erst erfahren.) erst übersetzen, anschließend den kommenden wochenendausflug über hamburg hinweg bis an die nordsee geplant. das schreiben dann zum schluss, was man ja nicht tun sollte. egal.

läuft!

zwischendrin im schreiben ein bisschen den balkon begärtnert. war mal nötig, auch gießen zum beispiel. (dass ich das immer, wenn es fast bald schon herbst ist, zu vergessen beginne. als wäre wasser mit einem mal nicht mehr nötig.)

weiter.

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bonding (71)

14. September 2019 - 00:34

guter tag, auch wenn ich erst gegen abend an die arbeit kam. also zum schreiben.

vorher erstmal viel übersetzt und dafür gut stunden aufgeschrieben. muss schließlich auch sein, sehr sogar dieser tage. dann noch eine pro bono-übersetzung, ein bis zwei seiten jeden monat. als dank für die ebenso honorarfreie begleitung meiner schwer traumatischen kindheit, das heißt deren schier immerwährende wiederaufbereitung über jahre und jahrzehnte. welch ein segen, dass das von mir abgefallen ist, beinah unbemerkt. irgendwann in letzter zeit, wie von selbst. und ich vermisse es nicht. diese übersetzung zu erledigen ist die einzige erinnerung. sie ist immer zeiteng, wie heute auch. aber dennoch eine große freude, jedesmal.

spät dann also in den text gefunden. und endlich auch wieder in den textfluss, beinah so wie im zug vor ein paar wochen. es ist also ein ansatz gefunden, nach dem tiefen einschnitt eines todes. zurück in den alltag, nach und nach. etwa zwei seiten text, schon ein wenig ausgearbeitet. und weitere drei grob runtergeschrieben. so wird es gehen, weitergehen, ich bin wieder sicher.

ich bin zufrieden.

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kurzes wochenende

09. September 2019 - 01:08

etwas überraschendes wochenende verbracht. übersetzen vor allem, da ist einfach zu viel aufgelaufen. gestern außerdem noch das kleine x61, mit dem ich abends immer blogge, auch jetzt, auf ubuntu umgestellt. das heißt natürlich: umbauen lassen. war genau die richtige idee. läuft jetzt wieder super, flüssig und ohne unterbrechungen durch überlastung. die akkus halten auch besser, aber wohl auch, weil ich gelernt habe, die dinger zu rekalibrieren. was ich heute dann gleich mal ausgiebig durchgespielt habe. super.

heute dann ein wenig den tv-schrank zurechtgebaut. mit stichsäge, zange, hammer und schleifpapier. jetzt ist da ein neues loch in der rückwand für den videorekorder, den ich zwar vermutlich sowieso so gut wie nie mehr brauchen werde. allerhöchstens sieben bis zwölf videos besitze ich noch, aber wer weiß?!

was weiß man überhaupt. selbst die dvds schaue ich kaum je an, wie ich auch zu vielen büchern nie komme. trotzdem war das ein wochenende ohne schreiben. stattdessen mit bauen, umbauen und rumräumen. zuletzt noch ein wenig an die übersetzung, das ist pflicht, nicht kür. alles in allem irgendwie eine wohltat.

das dürfte jetzt gern so weitergehen, dann käme auch das schreiben, irgendwann. aber das wochenende ist vorbei. da geht das erst mal nicht mehr, so ungefähr bis mittwoch. oder freitag vielleicht. doch wer weiß schon, was bis dahin ist.

alles anders vielleicht.

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bonding (70)

06. September 2019 - 00:08

was soll ich sagen. ich hänge, kraftlos vor allem. zu müde für fast alles. und ich zweifle. weil ich hinsehe, mir die zeit dafür nehme. so tauchen fragen auf, die sich wie von selbst in mir festschreiben. fragen über fragen, die nicht mehr zu umgehen sind.

warum zum beispiel ist eine der wichtigsten figuren im text so unfertig, irgendwie nicht auformuliert. und bleibt so, weil sie nun schon tot ist. vielleicht gerade deshalb. vielleicht ist das ja richtig.

andererseits erzähle ich nicht chronologisch. warum also nicht eine tote einfach weitererzählen, wenn es so sein soll, so sein muss. wenn noch etwas fehlt. ohnehin habe ich die letzten vier kapitel irgendwie zu ordentlich konzipiert, zu one after the other. so kommt es mir momentan zumindest vor. da muss ich wohl noch einmal durch, nochmal drüber. ran. oder was weiß ich?

arbeiten eben, immer mehr und noch mehr arbeiten.

und: es geht es ans ende! vielleicht ist es ja auch das. einen abschluss zu bauen, die möglichkeit eines endes finden, ist nicht leicht. denn es gibt keine enden. nur den tod, aber den hatte ich ja nun schon. seit wochen rede ich davon, zum ende zu kommen. doch da lag es noch vor mir, weit. jetzt geht es wirklich ans ende. in das ende hinein, und es bleibt nicht viel raum. das muss also gut durchdacht sein, besser und mehr noch, viel mehr als alles zuvor.

das will überlegt sein, gut überlegt. und überlegen.

dass ich weiß, wie das ende sein soll, heißt nicht, dass es schon lebt. es heißt nicht einmal, dass es sich letztendlich wirklich so entwickeln wird, wie ich es mir gerade ausdenke. es schwebt nur vor mir und atmet nicht. es wartet auf den sturz, wie ich. auf eine art wahrheit aus sich selbst. auf das leben, den einen augenblick.

das macht müde, denn all das ist in mir. ich muss es tragen, nein: halten. ich muss es aushalten, eine weile noch. ich bringe es nicht raus, einfach so. vier kapitel, oder fünf vielleicht, sechzig bis achtzig seiten, die schreiben sich nicht einfach so, über nacht. nicht für mich zumindest, durch mich.

aber nur eine weile noch, nicht zu lang. dann ist auch das. aber müde bin ich jetzt schon.

unendlich.

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alles schreiben

03. September 2019 - 00:46

wo sind die tage? ich tue dies und das, vieles muss und manches macht sogar spaß. mit einem dreikiloluftkajak gegen den wind paddeln, zweieinhalb stunden lang. holla! zweidrei tage lang schnell noch ein bisschen was übersetzen, höllisch. aber dann eine schöne rechnung schreiben. immerhin und hochvonnöten.

mit anders an ihrem schrank rumbasteln, endlich, zwischen frühstück und abendspaziergang mit caprieisabschluss. gelungen.

das schreiben hängt. andererseits wiederum auch nicht, denn es gibt vieles sehr sorgfältig zu bedenken. wenn es auf den schluss zugeht. kurz vor der landung, sozusagen. und das tue ich. ich versuche es auf jeden fall. den kopf frei zu haben, zu halten. für das denken und bedenken. das lässt mich nicht los.

ohnehin ist doch alles schreiben vor allem anderen denken.

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in ordnung

28. August 2019 - 00:42

wo ist der tag? was habe ich getan? andere verstehen sich besser darauf. ich vertue sie manchmal einfach nur. meine tage, meine einzigen. zutiefst unzufrieden inmitten der unordnung, die mich umgibt. die die meisten menschen, die wenigen, die mir in die wohnug kommen, so stringent finden. ordentlich eben, genau genommen pendantisch. ich weiß ja. ich bin schon in ordnung.

aber ich schaffe sie nicht, diese ordnung. sie ist einfach da, wie von selbst. eine illusion mit nur einem sinn. den der beruhigung. denn alles ist chaos, letztendlich. nichts ist anders.

und das ist es. das frisst mir die tage. dieses chaos in allem, das ich sehe.

weiterschreiben.

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zuviel?

26. August 2019 - 16:06

also arbeitsurlaubstag, heute. morgen auch noch, wenigstens. dann mal sehen. lust habe ich keine, leider.

gestern war ich ja paddeln in tiefwerder. das heißt mehr so auf den kanälen herumdümpeln, sehr schön. fotos habe ich keine gemacht. doch eines, aber das hochladen von fotos hier klappt derzeit nicht so recht. deshalb gibt es erstmal keine. aber ich bin ja sowieso ein wortmensch, nahezu in reinkultur.

auch das mit dem dümpeln stimmt nicht so ganz. die drei bis vier stunden auf dem wasser waren doch ziemlich anstregend, ich war ja auch auf der havel zwischendurch. und da heißt es abeiten, wenn man vorankommen will. bislang weiß ich noch nicht, ob das jetzt nur muskelkater ist oder sonstwas. aber die rechte schulter und das rechte handgelenk sind ziemlich durch. meine beiden restschwachstellen. abwarten.

und trotzdem. jetzt, nach knapp drei stunden übersetzen im heimischen wohnbüro, ich mache derade ein bißchen pause. da denke ich sofort darüber nach, meine wohnungsumbauaktivitäen endlich wieder aufleben zu lassen. auch das noch! als hätte ich zeit übrig. aber da steht so viel auf der liste. und an handwerkliches arbeiten war ja seit februar oder so kaum zu denken, weil der körper nicht mitwollte. jetzt hingegen, trotz muskelkater. oder was auch immer.

zur auswahl stehen größere und kleiner projekte, pflichtaufgaben und kreativzeugs. außerdem zwei kleinere möbelbauaktionen und ein richtig fettes projekt. letzteres lass ich wohl besser erstmal. oder?

und tango? ach …

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bonding (69)

26. August 2019 - 12:39

ich komme nicht nach. selbst im urlaub ist so viel, zu viel zu tun. freizeitstress, so könnte man dazu sagen. doch bei mir ist alles immer arbeit. mein leben ist schreiben, mehr denn je. dazwischen das mit dem geld.

es läuft. aber es wird furchtbar, bis wenigstens ende des jahres. ich werde furchtbar sein. bis zum ende.

und dann?

einstweilen ist das 18. kapitel fertig und ausgedruckt. nicht etwa das 19., wie ich ein paar tage lang, womöglich auch hier, behauptet habe. das ändert aber nichts daran, dass noch vier kapitel anstehen. in der warteschlange quasi, um durch mich hindurch gehen zu können.

transformation! immer auch eine entäuschung.

vier, nur noch vier! vermutlich zumindest, aber wer weiß das schon. schon im letzten, im 18. also habe ich material ausgespart und ins folgekapitel geschoben. keine ahnung, wie sich das auswirken wird. vielleicht doch ein kapitel mehr? die 23 ist eine durchaus schöne zahl. glaube ich. aber auch die 22 ist mir sympatisch. sehr sogar.

egal. das material selbst wird sich nur noch wenig ändern können. was mir auch hinderlich ist, denn alles scheint schon festgeschrieben, so nah am ende. und ist es doch gerade eben nicht. ich muss.

alles auf einen punkt, ab jetzt. nun gut.

das kommenden kapitel, das diesmal wirklich das 19. ist, muss anders als die letzten zwei, die sehr langsam waren. nun folgt ein zeitraffendes, ein nahezu zeitfressendes. mit material vollgestopft, gepresst fast. ob das sinnvoll ist? ich weiß es noch nicht. ob das lesbar ist?

aber ich soll ja meine leserschaft nicht unterfordern, wie eine meiner zukünftigen testleser*innen mir immer wieder mächtig einschärft. diesbezüglich bestehe zwar keine gefahr, wie meine begleitende leserschaft meint und dabei grinst. oder sogar warnt, ich könnte es eventuell übertreiben.

auch egal. ich muss losmachen, weiter. bald, aber nicht heute. heute ist geldverdienen angesagt. übersetzen. das alles nur am rande. es ist ein wahnsinn.

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