raum für notizen

15. Februar 2019 - 12:48

ein einziger vogel, gegen halb fünf uhr morgens, flötet mir den frühling. tapfer!

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13. Februar 2019 - 17:51

der unterschied zwischen todesangst und lebensangst?

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11. Februar 2019 - 23:36

immer noch die schultern, die linke vor allem. auch die letzte nacht war dementsprechend scheiße. ich versuche also ein anderes kopfkissen heute. und ein anderes schmerzmittel.

mittwoch ist physio, endlich. es wird wirklich langsam zeit, dass sich da mal was bewegt. dass ich ein wenig klarheit erlange und herauskriege, was zu tun ist. so ganz grundlegend.

am donnerstag dann hausarzttermin für genau jenes, das grundlegende. das ganze durcheinander ein wenig sortieren. hoffentlich. ich kann ja nicht immer alles alleine machen.

aber wer weiß?

die anatomie der wirbelsäule ist übrigens ziemlich komplex. war gar nicht so einfach, davon ein klein wenig zu verstehen. es gibt wirbelkörper und bandscheiben, knöcherne haken und beulen, es gibt löcher und tunnel, für all das nerven- und gefäßgeflecht, das sich da durchschlängelt. wahnsinn!

das ganze ist ein kunstwerk im grunde.

es gibt auch gelenke, logisch, aber da wäre ich so gar nicht drauf gekommen. wie ahnunglos und dumm von mir. und in der lendenwirbelsäule unten ist kein rückenmark mehr. es hört wohl einfach auf, wenn ich das richtig verstanden habe.

nur wie?

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bonding (42)

10. Februar 2019 - 22:20


gestern so viel geschrieben und so lange, dass keine zeit mehr zum bloggen blieb. heute fast genauso. die  dreizehn ist dennoch nicht richtig fertig geworden. ich bin durch, aber es stimmt noch nicht so recht. nicht überall und an jeder stelle. nein.

das sitzt mir jetzt im gemüt. und auch das nervt.

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10. Februar 2019 - 22:00

gerade bin ich nicht mehr sicher, ob das mit dem bettumbau so richtig war. ich schlafe denkbar schlecht, ich kann es nicht anders sagen. beide schultern schmerzen derart, dass ich kaum weiß, wie ich liegen soll. ich werde wach, jedesmal wenn ich mich bewege. seit tagen ist das jetzt so.

das nervt.

vermutlich ist aber gar nicht das bett verantwortlich, sondern vielmehr dieser vorfall hier. die physio, durch die gürtelrose verzögert, läuft gerade erst an. und meine ganze hoffnung liegt genau dort. in bewegung.

einstweilen gibt es also nur schmerzmittel, die ich in bunter vielfalt zu mir nehme. lasse ich sie weg, wird es sofort wieder schlimmer.

ebenso ist da diese stetig zunehmende halsstarrigkeit.

das gefällt mir alles gar nicht.

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futur iii

09. Februar 2019 - 11:23

der paketdienst klebt um kurz nach zehn einen zettel für mich außen an das klingelschild auf dem steht, man habe mich um vierzehn uhr dreißig nicht antreffen können, weshalb mein paket nun in einen paketshop transportiert würde, wo ich es ab dem nächsten werktag innerhalb der folgenden acht werktage persönlich abholen könne.

das ganze nennt sich zustellversuch. es ist wohl der versuch, also das versuchen an sich, das zählt. oder das suchen, nach alternativen lösungen.

klingeln wäre zufriedenstellender gewesen. für alle beteiligten.

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bonding (41)

08. Februar 2019 - 23:52


viel ist in den letzten wochen krankheitsbedingt liegengeblieben, nicht nur die brotarbeit. auch das schreiben fiel mir schwer. so ist das dreizehnte kapitel zwar irgendwie vorhanden, aber noch lange nicht fertig. im grunde fehlt noch das wichtigste. alles, worauf ich eigentlich hinauswollte. das, was die geschichte weiterträgt.

dazu bin ich noch gar nicht durchgedrungen, keine ahnung warum.

sorgen mache ich mir dennoch nicht. was da bislang steht ist gut und ebenso wichtig. das habe ich gerade gemerkt, als ich durch alles noch einmal durch bin. es lenkt in die richtige richtung. und das eigentliche muss ja nicht zwingend viel raum einnehmen. schon gar nicht, wenn es ums sterben  geht. und das tut es in der dreizehn. (so ein zufall.)

einer stirbt und alles andere klärt sich.

naja, nicht alles, dafür ist es noch zu früh. aber eben das, was die geschichte weiterträgt. sonst wäre es keine mehr. oder es wäre eine andere, die ich nicht erzählen will.

klar ist also, was morgen ansteht. das eigentliche der dreizehn nämlich.

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when things fall into place

08. Februar 2019 - 00:36

seit einer woche ist mir, als würde alles langsam, ganz langsam zusammenfallen. all die grenzen und beschränkungen, die trennwände und schutzmauern. das leben öffnet sich, ich bin da, auf einma. und ich bin sichtbar. besser spät als nie, könnte man meinen. ich habe auch gar nichts dagegen, es wurde wohl zeit. endlich.

andere erleben so etwas vermutlich als junge erwachsene. dieses gefühl, dass die welt zu allem bereit ist, jeder weg möglich, und das eigene darin von unverkennbarer bedeutung.

ganz so ist natürlich nicht. ich bin nicht jung, ich war es nie. somit ist sowieso alles anders, jetzt. dennoch scheint sich auf einmal alles an seinem platz zu befinden. wofür ich mich vor einer woche noch geschämt hätte, das elend meines eigentlichen berufs, für dessen ausübung ich seit jahren und jahrzehnten zunächst einmal das geld beschaffen muss, um ihn mir leisten zu können.

auf gut glück, ohne hoffnung, ohne ziel.

das ist es, was in sich zusammenfällt und sich damit zugleich zurechtrückt. mein talent und meine bestimmung, der weg ist gemacht. ich weiß nicht einmal wie. und warum. bislang ist auch konkret noch gar nichts erkennbar, nur die arbeit daran. die ist mir gewiss.

es ist die langsamkeit, die derzeit alles noch mehr oder weniger unkenntlich macht. auch für mich. und mich damit verwundert und beglückt zugleich.

zusehen zu dürfen, wie sich alles findet. weil es sich finden muss. im nachhinein sagt sich das leicht. doch meine welt war eine andere, bislang. nicht eingeteilt in gewinner und verlierer. nicht beschränk auf die einfachen wahrheiten. mehr ein geflecht von atmen und verstehen in all dem nebel. deshalb war ich nie ein verlierer, allerhöchsten verloren. das habe ich gekannt, damit konnte ich rechnen, so habe ich gehandelt.

doch wie es aussieht, habe ich jetzt auf einmal gewonnen. ich kann es nicht anders sagen. und was nun?

später mehr, weniger kryptisch. vielleicht.

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neuköllner nächte sind lang

07. Februar 2019 - 18:28

nachts wird vor meinem schlafzimmerfenster recht häufig oft gesungen und gebrüllt, wenn die partymeute aus aller welt sich ihren weg durch die stadt bahnt. dann sind sie immer auch hier seit einigen jahren. meistens nervt das, oft ist es mir auch egal, weil ich selbst noch wach bin. aber sehr selten klingt es schön. wie der zweistimmige gesang zweier frauen, sehr präzise und nicht zu laut, der mich irgendwann im sommer aufgeweckt hat. die beiden hätten nicht so schnell wieder weg sein müssen. faded out.

gestern nacht war da dieses pärchen, ein mann und eine frau. die sangen nicht, jubelten nicht besoffen herum, freuten sich auch kein bisschen. die hatten überhaupt keine gute laune. keine ahnung, was die genommen hatten.

die beiden schrien nur stundenlang in der gegend herum, mal von mehr und mal von weniger weit. er mehr als sie, aber sie auch, immer wieder dazwischen. er sprach langsam, irgendwie lallig. vielleicht ein akzent, aber wer weiß das schon. dann jaulte er plötzlich minutenlang, als hätte er schmerzen, als würde er gleich losschluchzen. oder kurz vor dem durchdrehen, in einem schön regelmäßigen rhythmus, wie ein- und wieder aus- und wieder einatmen. ein langes, schmerzvollen gröhlen.

vielleicht haben sie auch gefickt, nicht weit von meinem nachtschlaf. allerdings entfernte sich dieses jaulende gejammer mehr und mehr. ob und wie das funktioniert, wäre mir ein rätsel. in einer winternacht im februar.

danach war ruhe, bis gegen sechs. dann waren sie wieder da, immer noch im selben modus. und immer noch auf demselben üblen trip. neben dem geschrei krachte und schepperte es mitunter, allesmachstdukaputt, kreischte sie. dumachstalleskaputt, brüllte er. bis es wieder krachte und schepperte und sie um hilfe schrie. da suchte ich nach meinem telefon, endlich. sah aber im gleichen moment schon das blaulicht. jemand anders war schneller als ich. zum glück.

leiser wurde es dadurch nicht, im gegenteil. laut war es, das plötzliche raufen, laufen und kämpfen, das über- und gegeneinander der stimmen, der laufenden motoren und schlagenden autotüren nicht zuletzt. keine ahnung ob zwei oder vier polizisten zugegen waren, oder ob nur er oder auch sie mitgenommen wurde. ich bin nicht aufgestanden, um nachzusehen.

es war halb sieben oder so. kurz vor wecker.

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git angry

06. Februar 2019 - 00:15

mitunter schnauzt mich der eine kollege ja ziemlich satt an, meistens wenn ich etwas nicht verstehe, was er mir viel zu rasant schnell mal eben zeigt. er hört auch nicht zu, wenn ich ihm darzulegen versuche, was meine anforderungen zur bewältigung meiner arbeit sind. statt dessen wirft er mir vor, ich würde mich gegen irgend etwas sperren. an einem punkt, an dem ich nach lösungen suche, jetzt schon seit wochen. nur eben keine finde. das ist ein klein wenig absurd.

wenn ich dann auch noch fragen stelle, die weit vor dem liegen, was er mir gerade erklärt zu haben glaubt. grundlagenfragen quasi, die – leider – das meiste wieder in frage stellen, was er mir gerade dargelegt hat. zumindest mein verständnis von dem. dann dreht er durch und wirft den kopf auf den tisch. theatralisch, wie eine comicfigur.

manchmal fragt auch er mich etwas, ohne über seinen bildschirm hinauszusehen, halblaut und ohne erkennbaren satzbau oder konkrete erwähnung von subjekt und objekt. wenn ich dann nicht schnell genug errate, worüber er eigentlich spricht, nämlich das, was auf seinem bildschirm passiert. wie soll ich das wissen? dann wird er auch gleich blöd und meckert, wie lange das denn bei mir alles so dauert. neulich erst mit einer derart massiven wildheit, dass ich kurz mal tief einatmen und locker zurückschnauzen musste. um ihn in die schranken des nicht fest fixierten, sondern durchaus frei schwingenden, aber dennoch guten benehmens zu weisen.

dabei ist er eigentlich ganz nett. kennt sich mit werkzeug aus, wie ich. kommt zu mir rüber und bastelt mir das git-desaster wieder zurecht, die ich wieder mal ahnunglos angerichtet habe. und witzig kann er auch, meistens jedenfalls. bissig und böse, so wie ich auch.

ich verstehe das nicht.

nach dem ersten erschrecken allerdings stelle ich fest, dass mir das alles überraschend wenig ausmacht. für solche kindereien bin ich zu alt. immer öfter frage ich mich allerdings, ob er mit seinem nachwuchs auch so ist. das wäre übel. und ich bezweifle, dass er das weiß.

schichtarbeit | 0 » | plink