raum für notizen

25. März 2019 - 10:23

resturlaub aus 2018, ein ganzer tag. das ist unbezahlbar, richtig und wichtig heute. in gelassenheit und ohne eingespanntsein in andere verpflichtungen organisiert sich manches wie von allein. also diese woche noch einiges an ärzte- und laborstress, dann sollte damit erst einmal ein monat ruhe sein. ein ganzer monat, nur die physio wird weiterverfolgt. in der hoffnung auf besserung, wenigstens an der stelle.

und jetzt erst einmal nichts, heute und hier. das ist auch wichtig. und richtig. das nichts.

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24. März 2019 - 23:14

drei nächte in leipzig, solide gestürzt durch eine stramme matraze am boden, die mir recht gut gefallen hat. vielleicht sogar wohlgetan, ich weiß nicht. kann auch sein, dass es der fehlende schreibtischeinsatz war, das viele laufen durch die hallen, die straßen, die stadt. oder das thema überhaupt, das wandeln im thema buch.

jetzt also wieder im heimischen schlafzimmer, im eigenen bett, lattenrostgestützt. weicher also, zumindest flexibler. und damit schmerzverursachend? ich bin gespannt.

überhaupt gibt es anderes in der welt, so viel anderes. welten und geschichten zu ergründen.

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buchmesse leipzig 19

23. März 2019 - 22:26

der entspannteste messebesuch ever, wohl weil ich nichts besonderes vorhatte. keine absicht, keine not. kein suchen oder herzeigen. keine pflicht mehr. die ohnehin nie funktioniert hat, nicht auf dieser ebene, zwischen all den menschen, die ebenso herumwuseln. oder eben nicht, aber mir kaum erreichbar , so oder so.

jetzt ist alles nur noch kür.

ich schlendere herum und finde aus zufall. es fällt mir zu, was ich nicht suche. mitunter aber das, woran ich denke. oder auch die, an die ich denke. ich finde platz, wo ich sein will, ich sitze gut, ich komme zurecht. ich muss mich nicht quälen, nicht einmal mühen.

manches findet sich auch nicht, manche menschen vor allem. ich forciere das nicht, wozu? es wird sich finden. vielleicht oder auch nicht. es ist genug. morgen fahre ich nach hause.

ich habe zu arbeiten.

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richtig

18. März 2019 - 23:06

nachdenken über meine hauptfigur. die erzählstimme, die mich bis in meinen alltag verfolgt und das noch so in etwa das ganze jahr über tun wird. hoffentlich. nein, nachdenken ist das vielleicht gar nicht. sie viel mehr erfahren, diese figur, ihre sprache, ihr denken, ihr leben.

eine art persönliche überwältigung, die immer passiert beim schreiben mit solcher intensität. der augenblick, in dem ich nicht mehr verstehe, was ich da geschaffen habe. in dem ich mir anschauen und anhören muss, was meine figur tut und sagt. als hätte ich sie noch nie zuvor gesehen.

sie ist so anders. obwohl sie mir doch so nah ist. ich schaue durch ihre augen, ich weiß, was sie weiß. ich schreibe es auf, für sie. ich atme mit ihr. im grunde atmen wir zusammen.

aber sie kämpft nicht, um nichts. gleich zu anfang wurde ihr das vorgeworfen. und ich war irritiert. so wollte ich sie nicht, so unentschlossen und konturlos. so dachte ich, doch sie wollte da nicht raus. da war nichts zu machen.

auf einmal verstehe ich, das sie es wirklich nicht tut. kämpfen. sie führt keinen krieg, mit niemandem. auch mit sich selbst nicht, da ist ganz anders als ich. sie sieht den sinn nicht, und sie hat recht. es gibt keinen sinn im krieg. alles ist gut. alles funktioniert, auch ohne das.

es ist sogar gerecht. so steht es in meinem manuskript, glaube ich.

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sitzen

17. März 2019 - 23:11

nicht gearbeitet heute. die nacht war scheußlich, wieder einmal. der tag demensprechend low. dennoch viel unterwegs gewesen, jetzt erst sitze ich im bett. endlich.

im streitraum kein streit, wie immer. statt dessen ein autor, der am ende zugibt, wie wenig er selbst von seinen werken versteht. und dass das das spannende am schreiben ist. kluger mann. dann fische, schlangen und quallen im aquarium im zoo. beeindruckend, wie viele menschen sich an einem sonntag nachmittag dort einfinden. anschließend äthiopisches fingerfood mit einem gradiosen afrikanischen kaffee zum abschluss. vor ort handgeröstet, bis hart an die brandgrenze. also so gerade eben gut, einzigartig, genial. (ganz am anderen ende der fahnenstange, an deren perversen gegenstück der kapselkaffee prangert.) diesen fetten, tiefschwarzen afrikanischen, auf jeden fall gewürzt, vermutlich mit karadom, könnte ich jeden tag. da braucht es nicht einmal milch dazu, nur etwas zucker.

aber müde bin ich jetzt schon. vor allem, weil gestern ein mächtig voller arbeitstag war, den ich mir so gar nicht vorgenommen hatte. ich muss mir das pause machen, leer sein und nichts tun konsequenter einverleiben. denke ich.

oder: meditieren!

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bonding (46)

17. März 2019 - 10:04


wieder ein kapitel einstweilen mal abgeschlossen, ausgedruckt und abgeheftet. damit ich weiterschreiben kann.

alles ist gut. bis auf die tatsache, dass ich letzten herbst den weg bis zum ende überschlagen habe. und dabei darauf gerkommen bin, dass ich sicher noch so etwa hundert seiten schreiben muss. inzwischen habe ich exakt sechzig davon geschrieben, übrig sind aber immer noch neunzig. hab ich gestern mal überschlagen. so ist das eben, mitten im schreiben.

lucas damals war ursprünglich auf zweihundert seiten konzipiert, geworden sind es am ende fast vierhundert. ich scheine immer so in etwa das doppelte von dem zu produzieren, wie ich es am anfang gern möchte. so sieht es also auch diesmal aus. ich habe jetzt ziemich genau ein zwei-drittel-manuskript. hoffe ich zumindest. und einen agenturvertrag.

jetzt mache ich ein wenig schreibpause. ich muss geld verdienen und nach leipzig auf die messe nächste woche. außerdem durchatmen, die nächsten beiden kapitel sind wichtig, in einem besonderen maße. da muss ich erst hinfinden. wiewohl ich gestern schon ein paar sätze gefunden habe. und schnell hingetippt, kann ja nicht anders.

alles ist gut.

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let it be

17. März 2019 - 00:30

da glaubt man immer, alles was eine*r so schreibt, käme irgendwie aus einem wie auch immer verorteten selbst. es muss ja nicht immer gleich die autobiografie sein, aber so halbwegs im persönlichen spektrum. das muss doch, anders kann es nicht. oder?

schön wärs.

meine vielfach gescholtene hauptfigur, tatsächlich sogar meine (durch und durch unzuverlässige) erzählerin, hat zumindest einen überragenden vorzug. sie weiß die dinge geschehen zu lassen, ohne sich dabei aus der ruhe zu geraten. aus ihrem selbst, ihrem kern. sie beobachtet, was geschieht, wird aber selten aktiv. ihre einzige aktivität besteht möglicherweise in der durch alles gewonnenen erkenntniss. mehr nicht

da ist kein ehrgeiz, keine zielstrebigkeit, auch wenig zweifel und verzweiflung. bislang zumindest. wer da aus mir spricht, ist ein wunder der ruhe in sich selbst, wie unsicher und verdreht dieses selbst auch sein mag.

ich dagegen begegne (am freitag) für zirka zehn bis fünfzehn minuten einer neuen ärztin, von der ich mir lediglich eine zweite meinung erbitte. und bin dann derart angegriffen von deren dragonerhaftigkeit einerseits und ihrem rasanten tempo andererseits, dass ich die nächsten tage und nächte noch daran kaue.

das sollte ich lassen.

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zwanziger

12. März 2019 - 23:15

der schreibtisch. geschweißte rohstahlkufen hat er bekommen, anstelle der pisseligen runden baumarktbeine, wie bisher. jetzt sieht er ein bisschen nach bauhaus aus, zwanziger jahre. ein wenig früher vielleicht, frank lloyd write write. aber hat der möbel gemacht? keine ahnung

die schattenkante ist es, zwischen tischplatte und stahlträger. die ist schuld. das war nicht wirklich meine idee, das kam aus der notwendigkeit. sonst hätte die höhe nicht gereicht. es musste also etwas dazwischen. aber auf eine schicke schattenkante wäre ich allein nicht gekommen, da musste eine architektin her. wie gut, dass ich regelmäßig mit einer tango tanze.

kantiger kommt er jetzt also daher, mein schreibarbeitsplatz. geradliniger. darauf hatte ich gar nicht spekuliert, obwohl schon das material darauf schließen lässt. der stahl. das wort allein. und natürlich fällt mir gleich ein, wie ich die wirkung verstärken, die uralten ikea-unterschränke daran anpassen kann. oder sollte. oder muss.

es passt einfach.

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nachtangst

10. März 2019 - 22:34

anstrengender tag heute, körperlich anstrengend vor allem. der schreibtisch hat neue beine bekommen, schick und stabil. aus stahl. außerdem kabelkäfige, damit die die pc-, intenet- und telefonkabelage nicht immer am boden und damit im dreck rumliegt. ein ziemliches geacker also, für das ich mir zum glück hilfe engagiert hatte. einer eingebung folgend, obwohl ich das doch sonst so gut wie nie mache. mit helfen lassen. beim bauen. wie bitte?

heute war es hochvonnöten. selbst mit hilfe hatte ich zeitweise das gefühl, mich mächtig zu übernehmen. mit zwei maladen schultern, zwei händen, die gerade nicht so richtig fest zugreifen wollen und einem eiernden kreislauf. mal auf hundertachzig, dann wieder unter null. das schlaucht.

dazu nur oberflächlich geschlafen. im bett bin und bleibe ich derzeit schlagartig so gut wie unbeweglich, ohne schultern, ohne arme, ohne hände. bei jeder bewegung werde ich wach, höre mich ächzen.

und davor habe ich jetzt angst, vor der anstehenden nacht. im bett bin ich schon, sitze und schreibe. und weiß nicht. ich bin nicht mehr jung.

das machen schmerzen, nach nur ein paar tagen, ein paar wochen. dass es keine ruhe mehr gibt.

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bonding (45)

09. März 2019 - 23:28


endlich den teil der story angegangen, den ich seit wochen, wenn nicht monaten vor mir herschiebe. dafür an die siebzig seiten durchgearbeitet, sortiert und geglättet hier und da. dann wieder gebrochen und neu geschnitten, an anderen stellen. dazu die gedankenarbeit, die präzisierung dessen, was mir in all der zeit nur vorschwebte.

jetzt sitzt es weitgehend, so zu zirka siebzig prozent. der fehlende rest wird mir hoffentlich nicht mehr so schwer fallen. der wird sich leichter finden, wenn die eckpunkte konkret gesetzt sind. endlich.

bleibt die frage, ob sich ein gespräch, das eigentlich etwas klären soll, am ende aber nur noch mehr fragen aufwirft, über knapp fünfzig seiten ziehen darf. also sechzehn seiten gespräch eingeworfen in ganz andere teile der geschichte.

was soll ich sagen. ich bin zufrieden, aber es mag die leserschaft am ende ein wenig fordern. was mich wiederum zufriedenstellt.

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