raum für notizen

eins, zwei, drei, vier, fünf

28. Januar 2022 - 00:21

erstens -> das hätte ich nicht gedacht, was für eine große freude ein richtig gutes fahrrad mir bereiten kann. immer noch, auch mitten im winter. im regen sogar, egal. die neue brille hat schließlich eine lotusschicht, die ist dann einfach hübsch symetrisch mit kleinen tropfen versehen. sehr dankbar bin ich über die handschuhe, richtige fahrradhandschuhe, die auch vor jahren schon gekauft habe. ich weiß gar nicht mehr, wieso. damals hab ich sie kaum je gebraucht. die regenstiefel hätte ich allerdings auch noch anziehen sollen oder andere wasserdichtere treter. ja.

zweitens -> von wegen neue brille. da sich bei der alltagsbrille soviel geändert hat, war ja schnell klar, dass auch die aktuelle bildschirmbrille nicht mehr lange tragbar sein würde. mit den fahrrad habe ich also heute die zweite neue brille geholt, die für den arbeitsplatz. und wie soll ich sagen: überwältigend, wie leicht sich sehen lässt, mit dem richtigen gerät. und arbeiten erst.

drittens -> arbeiten, das ist doch ohnehin eine richtige freue. damit verhält es sich ja seit zwei jahren ungefähr so: wenn ich immerzu am heimischen arbeitplatz hocke und schuffte, dann bleibt meine coronawarnapp (cwa) immer schön grün. dann brennen mir zwar die augen, auch mit der besten brille, und mein rücken verkrümmt sich vor schmerz. ich verlerne das sprechen, weil ich das nicht mehr muss, stunden-, tagelang. es gibt keine menschen mehr, hier, die waren erst sozial distanziert, jetzt sind sie verschwunden. so gut wie alle, auch ihre stimmen. doch das ist gut, natürlich, stimmen funktionieren mit aerosolen. glaube ich mich zu erinnern.

viertens -> so sterbe ich an arbeit, irgendwann, nicht an covid. das ist doch beruhigend. richtig cool vermutlich.

fünftens -> sonnen brille auch, wo ich schonmal dabei war. kommt ja vielleicht doch nochmal ein sommer.

alle tage | 0 » | plink

gut drauf

27. Januar 2022 - 00:37

im brotberuf heute endlich die bestätigung: tatsächlich ist nun der schon erwähnte riesenbrocken, der schon seit letzten jahr auf mir lastete, einigermaßen bewältigt. noch lange nicht ganz gehoben, das scheint mir nahezu unerreichbar, aber doch gut genug verstanden, dass die angst davor nun endlich schwinden dürfte.

dann fliegender wechsel, erst zur physio, dann in den alltag, den haushalt. einkaufen, müll runter, gleich dreimal laufen, bisschen was sägen und schrauben, listen schreiben, bisschen was streichen auch von den listen.

zwei neue handtücher bestellt, seife und kugelschreiberminen. alles bei einem anbieter. was will man mehr.

alle tage | 0 » | plink

licht aus

26. Januar 2022 - 00:14

ein bisschen lernfähig bin ich dann doch. manchmal. heute zum beispiel ist mir endlich eingefallen, dass ich das blöde, blinkende ladelicht des akkustaubsaugers mit einem kleinen stück gaffa tape abdecken kann, damit es mir nicht mehr, wie im letzten halben jahr immerzu, ins schlafzimmer blinkt, jede nacht.

die ganze zeit hatte ich immer nur darüber nachgedacht, wo sonst ich das ding zum laden abstellen könnte, damit das licht mich nicht mehr stört. ohne dabei jedoch zu einem ergebnis zu kommen.

wie blöd ich doch bin. manchmal.

alle tage | 0 » | plink

nerv

24. Januar 2022 - 23:51

endlich der arzttermin, die augen. danach so hin- und hergerissen. alles gut, der augenhintergrund, der sehnerv und die hornhaut. der augendruck auch, aber das brennen das bleibt. dazu hatte er nichts zu sagen, der mann, der ein bisschen viel geredet hat. nur dass man blinzeln muss und auch die augen kneifen ab und zu, weil dadurch irgendwelche drüsen irgendwelche lösungen absondern, die dem tränenfilm die oberfläche erhalten. (oder so ähnlich. kann das stimmen?) der rest ist altersbedingt, ist bildschirmbedingt, rheumabedingt auch. da kann man nix machen.

aber noch eine neue brille, eine für den arbeitsplatz, die brauche ich. dringend, das steht fest.

der rest des tags war geprägt von leichtem dauerstolpern, niedergeschlagenheit und einer daraus resultierenden erschöpfung. keine ahnung, warum. immerhin hab ich letztendlich dann (eventuell) doch noch etwas gelöst gekriegt, was ich schon in der letzten woche dachte gelöst zu haben. war dann aber nicht so. himmel!

mancher scheiß ist aber auch echt nachhaltig. und jetzt hoffe ich auf morgen.

alle tage | 0 » | plink

haltlos beglückt

24. Januar 2022 - 00:43

wieder ein wochenende durchgearbeitet, diesemal mit einem guten rhythmus. schöne wechsel zwischen der einen und der anderen tätigkeit. wirklich gelungene übergänge, das eine abschließen und wegpacken, dann das andere hervorholen und loslegen. fließend, so hab ich das gern. mal sehen, wie lange sich das hält. ich drücke mir selbst die dauen, das wäre zu schön.

daneben gab es auf 3sat saltkrokan und bullerbü, eigenartige kindergeschichten von astrid lindgren. filme, in denen viel komisch gesungen wird, dämliche schlaflieder vor allem, und eher wenig frauen vorkommen. mädchen aber schon, wenn auch längst noch keine pippi und schon gar keine ronja. danach war mir aber sowieso nicht. die musik dagegen hat mich zurückversetzt, sicher an die fünfzig jahre. ein akkordeon, das war auch eigenartig.

und dann, während die welt da draußen langsam aber sicher durchzudrehen beginnt, so viele in einer reichweite und jedes auf eine andere art, dennoch irgendwie gleichzeitig. jetzt. da stelle ich fest, dass ich auf einmal ganz ruhig werde, beinah zufrieden. ein hauch von glück, immer wieder mal zwischendurch, das ist eine überraschung, aber was soll man tun, wenn man nichts mehr tun kann. der kampf, den ich vor nunmehr fast zwei jahren noch gekämpft habe, verzeifelt fast. das bemühen, mir mein leben in der welt irgendwie zu erhalten, trotz allem. der ist lange verloren. und auf einmal ist es mir egal, was ich werde, was ich bin. es ist vorbei.

jetzt schaue ich also, aus meiner wohnung heraus oder ins internet, wie menschen daran verzweifeln, dass es keine sicherheit gibt im leben. dass regeln keine rolle spielen, sowieso keinen bestand haben und auf menschen kein verlass ist. jetzt wissen sie also, denke ich, wo ich herkomme. sie erleben es selbst, das bodenlose, das nichts. haltlos, wie ich aufgewachsen bin.

dann wird mir klar, fast im selben moment: nein, das werden sie nie. es wird sein, wie immer, danach. für mich unerreichbar. und das ist gut, ich bin einverstanden.

wie ich auch meiner sterblichkeit verbunden bin, auf ewig.

alle tage | 0 » | plink

bonding/154

23. Januar 2022 - 00:29

es ist schon seltsam, von einem frischen, gerade im entstehen begriffenen text in einen anderen, irgendwie alten zurückzuspringen. und das nach ziemlich genau einem jahr. es gelingt recht gut, ich will nicht meckern. nach den ersten vierzehn seiten ist schon eine komplette seite gutgemacht. also gekürzt, denn kürzen ist das, worauf es jetzt ankommt.

dennoch ist es seltsam, gänzlich anders. fast ist es mir fremd, was ich da lese. (so schnell kann das gehen.) natürlich ist es relativ leicht, im moment zumindest, die ungefähr fünfte überarbeitung eines textes zu machen. viel leichter, auf den ersten blick, als einen ganz und gar neuen ansatz zu versuchen, zu wagen beinah. (ich weiß ich ja immer noch nicht so recht, was ich da auf die seite gelegt habe.) wobei jetzt, in dem alten text sicher noch etliche passagen kommen werden, die mich deutlich mehr fordern als das derzeitige kapitel, da bin ich ziemlich sicher.

aktuell kommt es mir ein wenig so vor, als würde der sehr reduzierte stil des neuen textes, um den ich mich nun seit wochen, monaten so sehr bemüht habe, den blick schärfen, um die ziemlich deutlichen längen des jetzigen textes erkennen zu können. es wäre gut und wirklich hilfreich, wenn sich das bewahrheiten könnte. vor allem, wenn es dann auch so bleiben würde. aber wenn nicht, naja. ich bin ja ohnehin keine ganz so schlechte kürzerin, das wird also auch so gehen. nur anstrengender wäre es dann wohl.

jede woche ein kapitel zu schaffen, das wäre schön. vielleicht gelingt mir das ja. aber vermutlich eher nicht, denke ich mal. so ehrlich will ich mit mir sein. es kann so viel dazwischen kommen. (und nein, ich hab jetzt nicht nachgeguckt und durchgezählt, wie lange ich dann brauchen würde. ich steh jetzt auch nicht mehr auf aus dem bett, um das zu machen. hoffe ich!)

unter tage | 0 » | plink

dreierlei

20. Januar 2022 - 23:26

heute waren die fensterbauer zum zweiten mal da, um sich zum zweiten mal um das festsitzende oberlicht der balkontür zu kümmern. das hat nun schon zum zweiten mal nicht geklappt. das fenster macht sich einen spaß und sitzt nach ein paar stunden wieder bombenfest. zum zweiten mal jetzt, also werde ich da gleich morgen noch einmal anrufen dürfen. auch zum zweiten mal.

vor und nach dem besuch der fensterbauer habe ich viel von dem übersetzt, was ich gestern recht akribisch vorbereitet habe. das lief ganz gut, flott vor allen, nach dem SEO-scheiß der letzten wochen, wenn nicht monaten. diese verdammten satzfragmente und das ständige buchstabenzählen, das war ein einziges elend. natürlich habe ich jetzt, wo es wieder um fließtext geht, gleich wieder ein paar fehler in den vorlagen entdeckt. das ist im grunde völlig normal, übersetzen ist eben auch qualitätsmanagement. immer.

zuletzt dann noch in den text, das anstehende kapitel hatte ich ja ebenfalls gestern schon zur überarbeitung aufbereitet. das war ein ausgezeichneter wiedereinstieg, es lief einfach, fast wie von selbst. (viel gekürzt, da stand aber auch mächtig viel geschmadder. himmel! aber dazu ein andermal.)

und draußen ist schnee, aber das ist mir jetzt zuviel.

alle tage | 0 » | plink

sonst noch was

20. Januar 2022 - 00:09

was für ein verdammter tag.

erst im brotberuf endlich diesen verflixten brocken bewältigt, mit dem ich jetzt fast zwei wochen gekämpft habe. ein lernkampf noch dazu, fast ohne produktivität. das nervt ja besonders. und so richtig zufrieden bin ich immer noch nicht. im gegenteil, es könnte auch daneben gegangen sein. das werde ich sehen, nächste woche oder so.

dann bei meiner physiotherapeutin auf dem tisch. (sagt man das so?) und währen sie meinen arsch dehnt, damit mir die tangoachten besser gelingen, rede ich über kampfsport und andere dinge, die früher einmal waren. später, als ich allein in der wärme liege, träume ich, wie ich als kind träumen konnte. irgendwo zwischen bewusst und abwesend.

zuhause wechsel ich in die andere arbeit, sortiere die verschiedenen aufgabenstellungen, von denen sich mächtig viele angesammelt haben. ich verschaffe mir übersicht und versuche einen plan. der steht noch nicht so recht, aber eine idee scheint sich durchzusetzen, ist fast schon ein gefasster entschluss. einen recht umfangreichen teilbereich werde ich, wenn es irgendwie geht, auslagern und an jemand anders delegieren lassen. zumindest die rohübersetzung, danach kann das auch wieder in meine hand. aber grundsätzlich ist das einfach nicht mein fachgebiet. (fühlt sich richtig an, auch wenn ich damit auf geld verzichte.)

zuletzt noch in den text geschaut, den roman. das kapitel, das zur überarbeitung ansteht. auch hier: mir einen überblick verschafft, die verschiedenen abschnitte erfasst und die stimmung und die übergänge notiert. auch die schwierigkeiten gesehen. alles gut, wunderbar. das mache ich am liebsten, am besten. das macht mir keine angst, niemals.

und so war dieser tag ein wirklich guter tag. das wetter könnte besser sein, aber das licht war schön. corona könnte auch weg, von mir aus. aber sonst!?

alle tage | 0 » | plink

bonding/153

19. Januar 2022 - 00:07

also! zurück in diesen text, nach über einem jahr. die letzten überarbeitungen stehen an. ein ziemlicher stapel, dessen anblick mir auf den ersten blick keinen spaß bereitet. ich habe es gerade eben so geschafft, die mappe aus dem regal zu nehmen und einen batzen von zirka hundert seiten abzuzirkeln. darin wird ein inhaltlicher bogen geschlagen, der mir überblickbar erscheint. zu erfassen und zu bearbeiten, bis etwa mitte februar.

hoffe ich. wenn da nur nicht all die andere arbeit wäre.

unter tage | 0 » | plink

jetzt

18. Januar 2022 - 23:57

ist ja nicht so, das ich zu wenig arbeit habe. zieht sich jetzt auch noch alles ein wenig zu. muss also jetzt anfangen, meine zeit zu planen. nicht erst morgen nachmittag oder so: jetzt!

ist nicht lustig, aber. sonst schaffe ich das alles nicht. weder jetzt noch gleich.

alle tage | 0 » | plink