am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

pellkartoffelpodcast

halb so wild das gebastel, vor dem es mich gestern noch gegraust hat. kann ich nicht anders sagen. am längsten habe ich wohl mit dem midiplayer gehadert, von dem ich keine bedienungsanleitung habe. (ja, ich bin bekennende handbuchleserin!) so hat es denn ein bißchen gedauert, bis mir wieder einfiel, daß man außer der rec-taste vielleicht auch mal auf play drücken sollte, um die aufnahme zu starten.
das überspielen auf den rechner war dann verhältnismäßig easy, nachdem erstmal die richtigen stöpsellöcher (= schnittstellen ;-) gefunden waren. und das, was mich bislang am meisten hat zurückschrecken lassen, das mir völlig fremde und reichlich komplex auftretende wavelab, hat sich als vollkommen harmlos herausgestellt. (obwohl ebenfalls ohne handbuch!) es handelt sich nur um eine alte 4.0 version eines freundes. aber für meine zwecke, also das bearbeiten einer einfachen stereospur mit stimme und sonst nichts, ist es mehr als praktisch. schwein gehabt.
nur die übersicht ist natürlich so eine sache. je länger diese files werden… und ich liebe ja dann das geschnipsel, wenn ich schon mal dabei bin.
hier also das erste, technisch einigermaßen überzeugende, original engl-podcast zum thema pellkartoffeln. drüben, bei den bones.

leere versprechungen

erst groß rumtönen, von wegen: ich fasse kein instrument mehr an. und dann heute den baß rausholen, zum ersten mal seit bestimmt zwei jahren. obwohl ich den nun wirklich am wenigsten beherrsche.

dann auch noch, eben beim stimmen, die plötzliche erinnerung an die blöde kindergitarre. die stimmpfeife, die dazu gehörte. und die hilflosigkeit, daß mir niemand zeigt, wie es geht.

faxen machen

verdammte oberscheiße! seit zwei stunden versuche ich nun, dieses vermaledeite faxgerät wieder in faxbaren zustand zu versetzen. inzwischen weiß ich gar nichts mehr. faxt es nun nicht, wenn die dsl-verbindung steht? oder faxt es nicht, weil sich das gerät verstellt hat? oder vielleicht weil wir neulich was am pc gedreht haben? oder faxt es einfach nur nicht, weil der teilnehmer am anderen ende nachts nicht eingestöpselt ist? oder weil bei denen kein papier drin ist am ende gar?
sollte letzteres der fall sein, reiße ich denen den kopf ab. ich schwöre.

engl goes podcast

in letzter zeit bewegt sich fast alles, was ich schreibe, in richtung sprechbarkeit. und dabei ist es ist beinah egal, für wen oder was der text gedacht ist. seit jeher lese ich ja jedes einzelne wort laut vor mich hin. klang und melodie sind mir ein unendlich wichtiger teil von sprache. ein rest von musik, vielleicht ist es das.
in den nächsten tagen werde ich mich wohl endlich mal ans mikro begeben, wie schon seit langem versprochen. es ist ja auch nicht das lesen selbst, das mich zurückschrecken läßt. vielmehr sträube ich mich vor der (nur rudimentär vorhandenen) technik und ganz besonders vor der handhabung der soundprogramme. außerdem kostet sie immer so verdammt viel zeit, diese bastelei.
andererseits liegt da jetzt sozusagen was auf termin, ist doch auch mal fein. engl goes podcast! oder so ähnlich. hin und wieder zumindest.

unter mir

die bauarbeiten in der leeren wohnung unter mir schleppen sich dahin. seit monaten geschieht immer mal ein bißchen was, dann wieder herrscht ruhe und frieden, oft wochenlang. im grunde ist mir das egal, die arbeiten beginnen meistens nicht vor 9, das ist richtig human.
daß aber dieser lösungsmittelgestank seit einer woche, kaum das er sich verzogen hat, gleich wieder neu aufgelegt wird. das geht so einfach nicht weiter. auf die art geweckt zu werden ist widerlich. das versaut den ganzen tag und ist außerdem überaus migränetauglich.

leichtfertig

nachdem ich die letzte woche und länger noch im sumpf verbracht, geldprobleme und andere nichtigkeiten gewälzt habe, reißt mir der frühe morgen heute das thema liebe auf. und zwar ohne, daß ich die absicht gehabt hätte, daran jemals wieder zu rühren. nicht einmal im schlaf, wenn es irgend geht. keine dummen träume mehr. und schon gar nicht jetzt, im berliner einheitswintergrau.
aber träume bewegen das leben, daran läßt sich nichts ändern. und seltsam, es wird leichter. auch ohne jegliche aussicht. da ist lediglich abschied, heimlich und längst überfällig. so gehen die jahre.

rat für die (jungen?) schriftsteller

„spät ankommen.
spät ankommen bei sich selbst.
spät ankommen beim erfolg.
spät ankommen bei den banketts und den akademien.
abwarten, was aus einem wird.“

Gottfried Benn, ich weiß aber nicht, wo. (bei der buschheuer geklaut, und dahin kann man nicht gezielt verlinken.)

satt

tief eingetaucht in den text, der am freitag zwei tage zusätzliche zeit erhalten hatte. zwar heute erst, gestern war ein schrottag. mühselig habe ich mich ein einziges mal da hindurch quälen können.
jetzt dagegen muß ich einsehen, daß ich mich heute selbst lügen gestraft habe. in meinem kommentar behaupte ich, daß zeit und ruhe nichts besser machen würde. schon gar nicht einen text. so ähnlich scheine ich das auf jeden fall gemeint zu haben.
stimmt aber nicht, zumindest diesmal nicht. die zeit hat gut getan, hat alles wesentlich dichter zusammengedrängt, als ich das am freitag noch zu hoffen gewagt hätte.
und es wundert mich immer wieder. was sich alles finden läßt, in den worten und dazwischen und dahinter vor allem. egal, ob man den text selbst verfaßt hat, die worte aufgeschrieben, ahnungslos.
auf sprache ist verlaß. immer. wenn ich mir das nur mal merken könnte und daran glauben. dann wäre ich immer satt. vielleicht. (könnte auch reiner kitsch sein, würde ja durchaus zu mir passen. ;-)

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