am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

engl goes podcast

in letzter zeit bewegt sich fast alles, was ich schreibe, in richtung sprechbarkeit. und dabei ist es ist beinah egal, für wen oder was der text gedacht ist. seit jeher lese ich ja jedes einzelne wort laut vor mich hin. klang und melodie sind mir ein unendlich wichtiger teil von sprache. ein rest von musik, vielleicht ist es das.
in den nächsten tagen werde ich mich wohl endlich mal ans mikro begeben, wie schon seit langem versprochen. es ist ja auch nicht das lesen selbst, das mich zurückschrecken läßt. vielmehr sträube ich mich vor der (nur rudimentär vorhandenen) technik und ganz besonders vor der handhabung der soundprogramme. außerdem kostet sie immer so verdammt viel zeit, diese bastelei.
andererseits liegt da jetzt sozusagen was auf termin, ist doch auch mal fein. engl goes podcast! oder so ähnlich. hin und wieder zumindest.

unter mir

die bauarbeiten in der leeren wohnung unter mir schleppen sich dahin. seit monaten geschieht immer mal ein bißchen was, dann wieder herrscht ruhe und frieden, oft wochenlang. im grunde ist mir das egal, die arbeiten beginnen meistens nicht vor 9, das ist richtig human.
daß aber dieser lösungsmittelgestank seit einer woche, kaum das er sich verzogen hat, gleich wieder neu aufgelegt wird. das geht so einfach nicht weiter. auf die art geweckt zu werden ist widerlich. das versaut den ganzen tag und ist außerdem überaus migränetauglich.

leichtfertig

nachdem ich die letzte woche und länger noch im sumpf verbracht, geldprobleme und andere nichtigkeiten gewälzt habe, reißt mir der frühe morgen heute das thema liebe auf. und zwar ohne, daß ich die absicht gehabt hätte, daran jemals wieder zu rühren. nicht einmal im schlaf, wenn es irgend geht. keine dummen träume mehr. und schon gar nicht jetzt, im berliner einheitswintergrau.
aber träume bewegen das leben, daran läßt sich nichts ändern. und seltsam, es wird leichter. auch ohne jegliche aussicht. da ist lediglich abschied, heimlich und längst überfällig. so gehen die jahre.

rat für die (jungen?) schriftsteller

„spät ankommen.
spät ankommen bei sich selbst.
spät ankommen beim erfolg.
spät ankommen bei den banketts und den akademien.
abwarten, was aus einem wird.“

Gottfried Benn, ich weiß aber nicht, wo. (bei der buschheuer geklaut, und dahin kann man nicht gezielt verlinken.)

satt

tief eingetaucht in den text, der am freitag zwei tage zusätzliche zeit erhalten hatte. zwar heute erst, gestern war ein schrottag. mühselig habe ich mich ein einziges mal da hindurch quälen können.
jetzt dagegen muß ich einsehen, daß ich mich heute selbst lügen gestraft habe. in meinem kommentar behaupte ich, daß zeit und ruhe nichts besser machen würde. schon gar nicht einen text. so ähnlich scheine ich das auf jeden fall gemeint zu haben.
stimmt aber nicht, zumindest diesmal nicht. die zeit hat gut getan, hat alles wesentlich dichter zusammengedrängt, als ich das am freitag noch zu hoffen gewagt hätte.
und es wundert mich immer wieder. was sich alles finden läßt, in den worten und dazwischen und dahinter vor allem. egal, ob man den text selbst verfaßt hat, die worte aufgeschrieben, ahnungslos.
auf sprache ist verlaß. immer. wenn ich mir das nur mal merken könnte und daran glauben. dann wäre ich immer satt. vielleicht. (könnte auch reiner kitsch sein, würde ja durchaus zu mir passen. ;-)

2. ankündigung (märchenhaft, verwirrt)

es war einmal, vor wirklich langer zeit, da ist mir offensichtlich nichts peinlich gewesen. hemmungslos nahm ich die verschiedensten, mit fell bespannten instrumente zur hand, ich traute mich gar, darauf auch zu spielen. und damit nicht genug, es trieb mich bis zum äußersten. es dauerte tatsächlich nicht lange, und ich wagte es, mich in diesem zustand auf diverse bühnen zu begeben.
weiter will ich auf diesen absurden abschnitt meines leben gar nicht eingehen. dieses geschehen kann inzwischen, wie bereits angedeutet, als lange schon erledigt betrachtet werden. zu meinem und zu aller anderen glück. obwohl ich schon auch ein wenig betrübt bin, das gebe ich offen zu. dennoch berühre ich keine instrumente mehr, versprochen. das ist sicher besser so.
etliche der damen jedoch, die es seinerzeit mit mir aushalten mußten, haben es auf die spitze getrieben und sind immer noch im geschäft. oder sie waren damals schon echte musikerinnen, das muß an dieser stelle auch einmal gesagt sein. ich habe mich da in einen illustren kreis einschleichen können und kann bis heute nicht recht sagen, wie mir das überhaupt gelingen konnte.
gut, ehe ich jetzt hier gänzlich den faden verliere, verweise ich schleunigst weiter ans hsb, wo ich den bevorstehenden event bereits gestern näher erläutert habe. (neinnein! ich selbst begebe mich in dem zusammenhang nicht wieder auf irgendeine bühne. also keine falschen hoffnungen bitte. wirklich nicht!)

wie?

ein gedanke, der vergessen wird. restlos. so möchte ich sterben.

dilemma

zu weit weg von dem, was eigen ist. das ist der grund, nichts anderes. andererseits ist das eigene seit jeher verboten. und ich weiß nicht nur wie so etwas heißt. ich weiß auch, wie es gelebt wird, tag für tag für tag. schweigend nämlich. was ich also tue, hier und anderswo, das heißt verrat.

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