am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

kains töchter (6)

„<< Die Augen schließen, und die Welt versinkt, >> sage ich, << das ist die Hoffnung der Feigen. >>“
Susanne Riedel, Kains Töchter

lärm

und gleich dann wieder los, renovieren. sollen die unter mir doch leitungen verlegen, fenster einbauen (stehen im hausflur, hab ich längst gesehen), wände einreißen und was sonst noch alles. soviel sie wollen, mir doch egal. hauptsache, sie lassen meine wohnung stehen. ich bin derweil anderswo und lärme da meinerseits hemmungslos herum.

kains töchter (5)

„Er glaubt, daß wir dasselbe meinen, aber was ich meine, ist, daß die Zeiten des kategorischen Imperativs wirklich vorbei sind. Vielleicht hat es ihn ja nie gegeben.“
oder aber so:
„Die Erfahrung schätzt Elijah um ihrer selbst willen. Er schätzt nicht die wichtigste Erfahrung von allen, daß Erfahrung nie jemandem geholfen hat.“
Susanne Riedel, Kains Töchter

geladen

was soll ich sagen? unter mit brüllt der bohrer und wände vibrieren, die elektriker sind da, wie eine kurze recherche ergeben hat. aber heute und morgen und übermorgen bietet sich gelegenheit zur rache. denn freundlicherweise bin ich zu renovierungsarbeiten geladen, darunter das verlegen von laminat, offensichtlich in der ganzen wohnung. also sägen und klopfen und trampeln, auf fremden köpfen herum. das nenne ich gerechtigkeit. da kommt wahre freude auf. :-)

blöde basteleien

zwischendrin bastel ich immer wieder an der möglichkeit tonaufnahmen herzustellen, was mich mittelprächtig überfordert. das mikro in die soundkarte zu stöpseln ist zwar kein problem, aber ich kriege nicht raus, wie ich die aufnahmelautstärke höher regeln kann. das ergebnis ist und bleibt ein jämmerliches stimmchen, weit weg, tief verkrochen im allgemeinen rauschen. fazit: unbefriedigend. der midirecorder bietet da schon mehr möglichkeiten der aussteuerung. zumindest finde ich sie ohne große probleme. aber wie krieg ich das dann auf die festplatte? verdammt!

kains töchter (3)

„<< Es hat mit dir nicht angefangen, >> sagt Elijah, << und es hört mit dir nicht auf. Familien sind Greifvögel, sie haben dich fest in den Klauen. >>“
Susanne Riedel, Kains Töchter
(… dir frau stiehlt meine bilder, denke ich. gestern nacht bis gegen vier…)

kains töchter (4)

„Daß er ein einziges Bücherregal besaß, hätte mich warnen sollen. Es war so groß wie zwei Apfelsinenkisten … „
Susanne Riedel, Kains Töchter

planlos

nach und nach wird es besser mit mir und mit berlin. ich wundere mich nicht mehr jedesmal ausdrücklich darüber, daß man einfach so, über die oberbaumbrücke beispielsweise, rüber in den osten fahren kann. das wurde aber auch langsam zeit, das ist ja nun schon lange so. letzte woche war ich dann zum ersten mal ohne stadtplan unterwegs. nicht absichtlich, das würde mir trotz allem noch lange nicht einfallen. dennoch habe ich – fast ohne probleme – zum csd gefunden. zu beiden sogar.
auch heute habe ich meinen stadtplan vergessen. oder besser, ich habe ihn diesmal tatsächlich nicht mitgenommen, weil ich nicht wirklich irgendwo hin mußte. ich wollte einfach nur ein wenig nach draußen, den kopf freifahren. dann habe ich mich aber doch kurzfristig entschieden, einen ganz bestimmten ort aufzusuchen, an dem ich noch nie zuvor gewesen bin. drüben in fhain, nicht gerade heimisches terrain.
die oberbaumbrücke finde ich, blind sozusagen, kein problem. die modersohnbrücke hingegen verpasse ich prompt, obwohl auch die kein thema sein sollte. plötzlich radel ich also an gleisen entlang, am ostkreuz vorüber, und dann sind da wieder gleise im weg. immer weiter nach rechts werde ich getrieben, wo es mich doch innerlich deutlich nach links drängt. völlig zu recht übrigens.
nach ein paar gewagten schlenkern, über kopfsteingeflickte buckelpisten und noch schlimmere bürgersteige, bin ich plötzlich in lichtenberg. so steht es auf dem schild. da hab ich dann doch besser gleich wieder umgedreht.

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