am anfang war das wort eine mischung aus wahrnehmung und klang

erfolgreich abwracken

gerade ist es verlängert worden, das allgemeine abwracken. ach nein, natürlich nur das sinnlose verschrotten von durchaus funktionsfähigen kraftfahrzeugen. aber was solls, ist doch egal, ob so oder anders, dieses oder jenes. ob autos oder leben. alles neu, macht der mai. ich finde das gut, das paßt doch, dieses wort: abwracken!

klingt fast wie abkacken.

also los, wracken wir ab. in die presse mit dem ganzen schrott, und nicht nur die autos. so geht das nicht, das reicht doch niemals. es braucht mehr, das ist größer gedacht, muß also größer werden. viel größer. das ist im grunde ein globales projekt. so sehe ich das. verwandeln wir doch einfach die ganze welt in hübsch kompakte müllquader, stapelware, und lagern sie aus. dann wäre das zumindest schon mal erledigt. ein anfang, immerhin.

Ein neuer erfolgreicher Tag ist übrigens eine skulptur am wuppertaler kasinokreisel – der, nebenbei bemerkt, übrigens schon lange kein kreisel mehr ist, sondern nur noch so heißt – die von der sparda bank gestiftet dort aufgestellt wurde. normalerweise trägt der erfolgreiche kerl – ist es ein banker? tatsächlich? – natürlich einen schlips, wie es sich gehört, der ihm bei seiner harten arbeit aber offensichtlich immer wieder mal abhanden kommt.

wienrecherche (9)

Eine echte Melange wird nicht in der Schale, sondern im Glas serviert.“

also schluß mit latte, endlich.

Klaus Thiele-Dohrmann, Europäische Kaffeehauskultur

burning zen

gerade habe ich meiner kleinen lyriksammelstelle zendura einen feed geschenkt. immerhin tut sich da nicht viel, da macht das sicher sinn.

gestern nacht gegen drei plötzlich in eine art wahn verfallen. nichts neues, einfach nur die sortierwut bekommen. hellwach im hirn, so ist das dann. kribbeln in den fingerspitzen. spontan habe ich dann ein bücherregal umgeräumt und gleich auch umgebaut. das mußte einfach sein.

jetzt mag ich eigentlich sofort weitermachen, das muß man doch nutzen. die videomassen aussortieren und platz für bücher schaffen vielleicht. oder DVDs. muß aber erst noch ein bißchen arbeiten.

illusion

langsam wird das hirn wieder frei. soviel, das weggearbeitet werden wollte, zuvor. jetzt lange ich langsam die substanz an. das, was wirklich zählt. die stimmung hinter dem stoff, der zauber. die augenblicke, in einer grundsätzlich schrecklichen welt, die dennoch festgehalten werden wollen. nur deshalb lohnen sich doch die worte.

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