nein, bilder von der buchmesse habe ich nicht gemacht. wozu? ich meine, es ist schon lustig, sich durch massen von grotesk kostümierten menschen zu schieben und dabei darauf zu achten, daß man auf keine schleppen oder schwänze oder ähnliches tritt. was mir nicht immer gelungen ist, das gebe ich gerne zu. wirklich wichtig sind mir dann aber doch eher die bücher, da bin ich ganz konservativ.
jetzt
huch! wie schreibe ich einen roman, im zdf nachtstudio. (naja, dann eben doch keine lyrik.)
schmidt liest vor
lesen statt leben oder schreiben. so ungefähr kenne ich das zumindest, obwohl ich auch in meinen besten zeiten nie und nimmer auf 100 lesungen im jahr gekommen wäre. selbst, wenn ich mich richtig ansgestrengt hätte. keine chance. jochen schmidt berichtet mehr über den schreiber als vorleser im freitag, dem papierfreitag übrigens.
wer ist schmidt, hätte ich jetzt beinah gefragt. aber dann fiel es mir wieder ein.
leipziger buchmesse 2009
irgendwann ist immer das erste mal. gestern war ich also in leipzig, um mir all die vielen bücher ansehen. oder zumindest einen winzig kleinen teil davon. den teil, den mein armes hirn in knapp sieben stunden aufzunehmen in der lage ist.
erst einmal galt es, eine andere hürde zu nehmen, besser gesagt, eine deftige irritation zu verarbeiten. die der vielen verkleideteten jungen menschen, die in pink oder schwarz, in riesige kistenartige stoffbahnen gehüllt und mit martialisch anmutenden pappmachéwaffen ausgestattet durch die gänge trollten. eine absurde angelegenheit: die mädels, die sich auf dem klo umziehen, schminken und ihre katzenhaften kontaktlinsen einsetzen. die ringelsocken und badeschlappen, überall, die kistenwesen und kriegerfiguren. eine gestalt in soldatischer kampfmontur, mit gasmaske, stahlhelm und marschgepäck. gewöhnungsbedürftig.
dem galt es, auf den grund zu gehen. die manga– und animeefans waren – wie offensichtlich in jedem jahr – auf der jagd nach preisen. darüber hinaus ist ungefähr die hälfte einer der vier hallen nur mit comics, oder besser mangas, belegt. auch ein zeichenwettbewerb findet jährlich statt. ach, das ist doch schön, wenn die jugend kreativ ist.
der rest ist buch, unendlich viel buch. (neben den zeitungen natürlich, dem verlags- und buchhandelskrempel und ein wenig elektronischem zubehör, ist ja groß im kommen.)
all die kleinen verlage, die in ihren kleinen messestandkistchen hocken, mit ihren zum teil wunderschönen büchern, die man kaum je zu sehen kriegen wird in den gängigen massenbuchhandlungen. wie geht das, wie leben die? warum machen die das? na gut, bei dussmann liegen vielleicht auch diese bücher, einige zumindest, davon gehe ich jetzt einfach mal aus. aber der laden liegt quasi am anderen ende der stadt, da komme ich kaum je hin. was sicher auch besser ist, sonst würde ich wohl noch mehr bücher kaufen. einfach weil sie so schön sind, und das geht ja nun wirklich nicht.
die größeren verlage kommen auch größer daher, zum teil mit bühnenprogramm und kaffeeausschank. darunter auch books on demand (bod) und die bundeszentrale für politische bildung (bpd), wenn man die beiden überhaupt einen verlag nennen kann. und ich muß zugeben: was ich vor ein paar jahren noch für einigermaßen zweifelhaft gehalten habe, bod nämlich, beginne ich langsam ein wenig liebzuhaben. für kleine projekte, die ja mittlerweile im internet hervorragend propagiert werden können, scheint es mir nahezu ideal.
die radio und tv-präsenz, nun ja. hätte ich mir schlimmer vorgestellt, ebenso das gedränge oder den ansturm auf anwesende stars. war gar nicht so, muß ich mir unbedingt merken. für das nächste mal, was es wohl geben wird. bücher sind ja schon irgendwie meine heimat.
und bequem im bett lesen geht jetzt auch, mit diesem daumending.
regenbogennacht im regen

die musikveranstaltung zog sich noch, gestern abend. wieder so bis gegen fünf, schätze ich. ein großer teil der besucherschaar hielt sich übrigens zumindest zeitweise draußen auf und ließ sich genüßlich naßregnen. die polizei hatte dem regen treiben auch nichts entgegenzusetzen, notierte offensichtlich nur ein paar eklatante parkregelverstöße und plauderte ein wenig mit ein paar passanten. was ja auch okay ist, irgendwie.
andererseits kann ich inzwischen anwohner von in-kneipen verstehen, die jeden abend mit soetwas zu tun haben. besonders im sommer, in der simon-dach-straße etwa. ich bin mal gespannt auf den nächsten sommer hier. darauf, ob sich die weserstraße nicht womöglich zur hiesigen simon-dach entwickelt, peu à peu. ich glaubs ja eher nicht. hoffentlich. aber wer weiß das schon.
draußen ist vielleicht was los! die kneipe gegenüber macht mal wieder laute musik für junge leute.
throwing bones
aus aktuellem anlaß oder so ähnlich: Schieß doch!